Der Think Tank »Zentrum Nachhaltige Transformation« der Quadriga Hochschule Berlin hat seine Marktübersicht zu den größten Anbietern auf dem europäischen B2B-Solarmarkt aktualisiert. Demnach waren die umsatzstärksten Unternehmen 2024 erneut Enpal aus Berlin mit einem Umsatz von 860 Millionen Euro und 25.000 neu installierten Anlagen, gefolgt von Eon mit einem Umsatz von 600 Millionen Euro (Angaben zu neu installierten Anlagen liegen nicht vor) und 1Komma5° mit einem Umsatz von 520 Millionen Euro (Angaben zu neu installierten Anlagen liegen nicht vor). 1Komma5° hat damit den Platz mit Energiekonzepte Deutschland EKD getauscht, die 2023 auf dem dritten Platz lag. Aus der Übersicht geht aber auch hervor, dass die Umsätze im Vergleich zur Vorjahresübersicht teils deutlich zurückgegangen sind.
»Nach dem außergewöhnlichen Wachstum in den Jahren 2022 und 2023, das vor allem durch die stark gestiegenen Strompreise infolge des russischen Angriffskriegs befeuert wurde, verliert der europäische Solaranlagen-Markt seit Ende 2023 spürbar an Dynamik«, so das Fazit des ZNT. Als Gründe für die gesunkene Nachfrage nennt das ZNT sinkende Strompreise bei gleichzeitig gestiegenen Zinsen, welche die Finanzierung erschweren. Eine hohe Inflation und eine schwache Konjunktur sorgten zudem dafür, dass viele Haushalte und Investoren größere Anschaffungen und Investitionen vorerst zurückstellten. »Die aktuelle Nachfrageschwäche trifft auf ein ausgeweitetes Angebot an Installationskapazitäten sowie gut gefüllte Lager. Die vollen Auftragsbücher aus dem Boomjahr 2023 sind inzwischen abgearbeitet – nun bleibt vielerorts die Nachfrage nach Neuaufträgen aus.«
In die Übersicht wurden Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro im Jahr 2024 im Endkundengeschäft mit privaten Dachsolaranlagen und Speichern aufgenommen.
© PHOTON


