Die Ylektra GmbH aus Köln kommt mit ihrem 50-Megawatt-Agri-PV-Projekt in Armsheim (Rheinland-Pfalz) voran. Wie das Unternehmen mitteilt, hat der Gemeinderat den Abschluss eines städtebaulichen Vertrags für die geplante Errichtung beschlossen und damit den Weg für das Bauleitplanungsverfahren frei gemacht.
Die Anlage soll auf einer Fläche von 70 Hektar entstehen, wobei rund 90 Prozent der Fläche weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden können. Die einachsig nachgeführten Solarmodule werden mit einem Reihenabstand von 13,5 Metern installiert, sodass eine Arbeitsbreite von zwölf Metern für landwirtschaftliche Maschinen zur Verfügung steht. Unterhalb der Modulreihen sind Blüh- und Grünstreifen vorgesehen. Die Module sollen außerdem dazu beitragen, die Verdunstung zu reduzieren und den Wasserhaushalt des Bodens während längerer Hitze- und Trockenperioden zu verbessern. Die bestehende Fruchtfolge mit Zuckerrüben und Getreide soll erhalten bleiben. Ein Batteriespeicher soll den erzeugten Strom bei Bedarf für zwei bis vier Stunden zwischenspeichern.
Dem Beschluss gingen laut Ylektra zahlreiche Abstimmungen mit den zuständigen Fachbehörden voraus. Beteiligt waren unter anderem die Planungsgemeinschaft Rheinhessen-Nahe, die Kreisverwaltung Alzey-Worms, die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz und weitere Träger öffentlicher Belange. Zudem wurde das Projekt bereits im Ausschuss für Bauen, Planen und Infrastruktur der Verbandsgemeinde Wörrstadt sowie im Ortsgemeinderat Armsheim vorgestellt und beraten.
»Das Projekt lässt unsere landwirtschaftlichen Flächen fast vollständig produktiv – und bringt der Gemeinde gleichzeitig eine verlässliche Einnahmequelle«, so Christian Wertke, Ortsbürgermeister Armsheim. »Wir verbinden hier lokale Verantwortung für die Energiewende mit einem echten wirtschaftlichen Mehrwert für Armsheim.«
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