Die zehn größten Hersteller von Solarmodulen haben im ersten Halbjahr 2025 insgesamt 2,2 Milliarden US-Dollar (1,9 Milliarden Euro) Verlust gemacht. Dies geht aus einer Markterhebung des Beratungsunternehmens Wood Mackenzie hervor. Der Verlust ist demnach auf einen starken Preisverfall zurückzuführen, von dem selbst die größten Akteure der Branche betroffen sind. Allerdings sind die einzelnen Modulhersteller sehr unterschiedlich stark betroffen. So seien alle nicht-chinesischen Hersteller unter den Top 10 profitabel geblieben, indem sie sich auf Premium- und geschützte Märkte konzentrierten, so die Analyse von Wood Mackenzie. »Die diesjährigen Ergebnisse zeigen deutlich, dass Finanzdisziplin und operative Exzellenz die wahren Unterscheidungsmerkmale in einem schwierigen Markt sind«, sagt Yana Hryshko, Leiterin des Bereichs »Globale Solar-Lieferkette« bei Wood Mackenzie. Zusammen haben die Top 10 der Modulhersteller im ersten Halbjahr 224 GW an Modulen ausgeliefert, was einem Marktanteil von 75 Prozent entspricht. Die zehn Unternehmen erzielten im ersten Halbjahr 2025 eine durchschnittliche Auslastung von 70 Prozent, während der weltweite Durchschnitt aller anderen Hersteller laut Wood Mackenzie bei 43 Prozent lag.
Im »Global Solar Module Manufacturer Ranking« von Wood Mackenzie für das erste Halbjahr 2025 belegen die Unternehmen JA Solar und Trina Solar die ersten beiden Plätze. Dieses Ranking bewertet 38 Hersteller von kristallinen Siliziummodulen und verdeutlicht laut Wood Mackenzie »die wachsende operative und finanzielle Kluft innerhalb der Branche«.
Mit Blick auf die Zukunft prognostiziert Wood Mackenzie, dass die Jahre 2026 bis 2027 von einer Konsolidierung der Branche, einer tieferen vertikalen Integration und einer Regionalisierung der Fertigung geprägt sein werden.
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