Wirtschaftsberatungsgesellschaft stellt Alternativen zu geplanten neuen Gaskraftwerken vor

Frontier Economics
© Frontier Economics Ltd.

Im Auftrag des Landesverbandes Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) hat die Wirtschaftsberatungsgesellschaft Frontier Economics Ltd. Alternativen zu den von der Bundesregierung bis 2030 geplanten neuen Gaskraftwerken mit einer Gesamtleistung von bis zu 20 Gigawatt untersucht. Die mit fossilem Erdgas betriebenen Kraftwerke sollen die Stromversorgung auch bei einer sogenannten »Dunkelflaute« sicherstellen.

Die Autoren der Studie empfehlen, sich nicht auf große Gaskraftwerke festzulegen, sondern auf technologieneutrale Fördermechanismen zu setzen. »So kann ein ausgewogener Mix an Lösungen rechtzeitig und effizient zur Verfügung stehen«, sagt Studienleiter Matthias Janssen von Frontier Economics. Eine breite technologische Basis reduziere Risiken und ermögliche eine bedarfsgerechte, wirtschaftliche Umsetzung.

Umgekehrt berge eine einseitige Fixierung auf Großkraftwerke das Risiko von langen Vorlaufzeiten und erheblichen Subventionen. »Steckt die heimische Energieversorgung erst einmal in dieser Sackgasse, ist es zukünftig aufgrund der hohen Kosten für Großkraftwerke nicht mehr möglich, dynamisch auf Entwicklungen bei der Stromnachfrage, der Verfügbarkeit von Brennstoffen, Technologiekosten und Innovationen zu reagieren. Die Bundesregierung legt sich damit selbst Fesseln an«, ergänzt Christian Vossler, Geschäftsführer des LEE NRW. Gleichzeitig werde mit den neuen Gaskraftwerken eine unverhältnismäßig große fossile Abhängigkeit geschaffen, die die Bundesregierung nach den negativen Erfahrungen mit den Gasimporten aus Russland eigentlich vermeiden wollte.

In der 26-seitigen Studie werden Alternativen wie der Ausbau dezentraler Motoren und stromgeführter Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) vorgestellt. Auch die Entwicklung von Langzeitbatteriespeichern könnte an Tempo gewinnen, wenn die notwendigen Netzanschlüsse vereinfacht würden. Durch eine Verschiebung ihrer Nachfrage könnten Industrie- und Gewerbebetriebe ebenfalls zwischen sechs und 21 Gigawatt Leistung zur Versorgungssicherheit beitragen.

»Es gibt eine Reihe von Optionen, von denen sich einige gerade sehr dynamisch entwickeln«, erläutert Janssen. So können bereits bis zum Jahr 2030 substanzielle Beiträge zur Versorgungssicherheit im zweistelligen Gigawattbereich geleistet werden.

© PHOTON

Studie
Pressemitteilung LEE NRW

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