In einem gemeinsam veröffentlichten Whitepaper haben die Unternehmen 8Energies, Enspired und Goldbeck Solar einen ganzheitlichen Ansatz zur Implementierung von »grauen« Batteriespeichern (BESS) an bestehenden und neuen Photovoltaik-Standorten durchgerechnet. Das am Freitag veröffentlichte Whitepaper soll einen skalierbaren Blueprint liefern, um die Rentabilität von PV-Portfolios durch Co-Location an geteilten Netzanschlusspunkten zu sichern.
»Während die solare Capture Rate von rund 80 Prozent im Jahr 2023 auf unter 58 Prozent im Jahr 2025 fiel, verdoppelte sich die Anzahl der Stunden mit negativen Strompreisen nahezu«, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Unternehmen. Die Kooperationspartner wollen dieser solaren Kannibalisierung durch die Überbauung bestehender Netzanschlüsse begegnen. Dabei nutzen BESS und PV-Anlage dieselbe Infrastruktur, werden jedoch operativ getrennt geführt.
Der Fokus der Zusammenarbeit liegt auf der »Joint Optimization«: Mittels KI-basierter Algorithmen wird die PV-Einspeisung nur dann reduziert, wenn die Markterlöse des Speichers (z. B. aus der Regelenergie) die Opportunitätskosten der PV-Abregelung übersteigen. Analysen zeigen, dass die Erlöseinbußen des Speichers durch die geteilte Netznutzung bei intelligenter Steuerung lediglich bei etwa vier Prozent liegen.
Goldbeck Solar bietet hierfür die technische Integration an. Ein „Single-Primary«-Regelungskonzept koordiniert die Asset-Steuerung am Netzanschluss unter Einhaltung aller regulatorischen Vorgaben, beispielsweise § 118 EnWG.
»Dieses Modell transformiert den Netzanschluss von einem statischen Kostenfaktor in einen dynamischen Renditehebel und beschleunigt den Speicherausbau in Europa«, so die Unternehmen.
© PHOTON


