Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) unterstützt den Vorstoß der Bundesnetzagentur, vermiedene Netzentgelte abzuschaffen. Im Unterschied zur Bundesnetzagentur fordert der VZBV jedoch einen vollständigen Stopp der Entgeltzahlungen bereits ab 2026 statt eines schrittweisen Auslaufens bis 2029.
»Eine vollständige Abschaffung bereits im kommenden Jahr würde die Entlastung der privaten Haushalte verdoppeln«, heißt es in einer Mitteilung des VZBV.
Die Vergütung für dezentrale Erzeugung nach § 18 StromNEV ist eine Zahlung der Netzbetreiber unter anderem an konventionelle Erzeugungsanlagen, die an die Verteilernetze angeschlossen sind. Solar- und Windkraftanlagen fallen nicht unter diese Regelung. Die Vergütung für »vermiedene Netzentgelte« wurde vor rund 25 Jahren eingeführt, da man davon ausging, dass lokal erzeugter Strom auch lokal verbraucht wird. Dies sei jedoch nicht mehr der Fall, so die Bundesnetzagentur.
Die Bundesnetzagentur plant eine stufenweise Absenkung der Entgeltzahlungen. Ab dem 1. Januar 2026 sollen die Entgelte jährlich um 25 Prozent sinken. Ab dem Jahr 2029 sollen keine Entgelte für dezentrale Einspeisung mehr gezahlt werden. Dadurch werden die Netznutzer laut Bundesnetzagentur in den Jahren 2026 bis 2028 um insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro entlastet.
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