Verbände kritisieren Bundesregierung wegen ungenutzter Potenziale zur Energiewende in Bürgerhand

Energy Sharing
© Unsplash Arthur Lambillotte

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH), das Bündnis Bürgerenergie (BBEn) und der Bundesverband Steckersolar (BVSS) warnen davor, dass das Potenzial der dezentralen Energiewende in Bürgerhand weiterhin unausgeschöpft bleibt. Sie kritisieren den langsamen Smart-Meter-Rollout, den aus ihrer Sicht mangelhaften Rechtsrahmen für Energy Sharing sowie die Regelungen für Kleinspeicher mit und ohne Photovoltaik.
»Laut Koalitionsvertrag möchte die Bundesregierung Verbraucherinnen und Verbraucher zu stärkeren Mitgestaltern der Energiewende machen«, so Rupert Wronski, stellvertretender Leiter des Bereichs Kommunaler Umweltschutz bei der DUH. »Die Grundvoraussetzung dafür – ein flächendeckender Smart-Meter-Rollout – ist jedoch in weiter Ferne. Mit drei Prozent ist Deutschland im europäischen Vergleich weit abgeschlagen.« Beim aktuellen Tempo sei mit einer Einbauquote von 100 Prozent erst nach 2040 zu rechnen. Wronski nennt als Gründe sehr langwierige Zertifizierungsprozesse für die Geräte, die unterschiedlichen Prozesse der über 800 Verteilnetzbetreiber sowie die hohen Kosten und Vorgaben für deren Einbau.

Valérie Lange, Leiterin der Abteilung Energiepolitik und Regulierung beim BBEn, kritisiert die neuen Regelungen zum Energy Sharing als unzureichend: »Energy Sharing ermöglicht es Nachbarschaften und Bürgerenergiegemeinschaften, selbst erzeugten Strom miteinander zu teilen. Doch mit dem neuen Gesetz funktioniert die Praxis leider noch nicht: Einerseits fehlen wirtschaftliche Anreize. Andererseits erschweren mangelnde Digitalisierung und uneinheitliche Datenformate zwischen Netz-, Anlagen- und Verbrauchsakteuren die Umsetzung.«

Craig Morris, Geschäftsführer BVSS, bemängelt, dass beim Energy Sharing Haushalte mit Kleinspeichern außen vorbleiben: »Weder die längst überfällige vereinfachte Anmeldung von Kleinspeichern noch variable Netzentgelte haben den Weg in das Gesetz geschafft. Dabei könnten genau diese Bausteine Millionen Haushalte in die Lage versetzen, aktiv zur Energiewende beizutragen und Netze zu entlasten.« Eine vollständig auf erneuerbaren Energien basierende Energieversorgung funktioniere erst, wenn alle Flexibilitäten im System genutzt würden. Dazu müsse auch die Rolle von Kleinspeichern gestärkt werden.

© PHOTON

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