Nach Abschluss des branchenweit ersten Multi-Asset-Capacity-Tolling-Deals startet Vattenfall ab sofort die aktive Vermarktung einer virtuellen Scheibe aus dem bundesweiten, dezentralen Batterieportfolio von Terralayr. Dies gab der schwedische Energieversorger Vattenfall bekannt.
Mit dem Go-Live wird die Speicherkooperation erstmals praktisch wirksam: Vattenfall steuert die Speicherkapazität – beginnend mit einer ersten Fünf-Megawatt-Kapazitätstranche, die über Zeit auf die volle Leistung von 55 Megawatt ausgebaut wird – und optimiert diese im Energiehandel. Dabei greift Vattenfall nicht manuell auf einzelne Speicher zu, sondern steuert acht über Deutschland verteilte Großbatterien digital und als virtuelles Speicherportfolio über die Flexibilitäts-Plattform LAYR. Bei diesem Ansatz werden kleinere Anlagen in großvolumige Vermarktungsmodelle integriert.
»Dezentrale und flexible Batteriespeichernetzwerke wie diese sind ein zentraler Baustein für ein zuverlässigeres, klimaneutraleres Energiesystem«, sagt Björn Schneegans, der das Origination-Team von Vattenfall leitet, das unter anderem für Batteriespeicher verantwortlich ist. »Wir reden nicht mehr nur über die Theorie der Flexibilisierung, wir setzen sie jetzt skalierbar um. Durch die Partnerschaft mit Terralayr können wir unseren Kunden und dem Netz genau dann Flexibilität und Stabilität bieten, wenn sie am dringendsten benötigt werden.«
Das Ziel besteht nach Angaben von Vattenfall darin, das Speicher-Ökosystem in Deutschland schnell auszubauen, um die Dekarbonisierung des Stromnetzes voranzutreiben und die Abhängigkeit von fossilen Spitzenlastkraftwerken, wie Gaskraftwerken, zu reduzieren.
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