Uniper-Studie: Dunkelflauten sind Normalzustand – Batteriespeicher können diese nicht vollständig überbrücken

Uniper-Studie
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Dunkelflauten sind kein Extremereignis, sondern ein strukturelles Merkmal des deutschen Stromsystems. Das zeigt eine aktuelle Kurzstudie des Düsseldorfer Energiekonzerns Uniper zur Häufigkeit und Dauer von sogenannten Dunkelflauten in Deutschland. Die Analyse basiert auf Zeitreihen der Wind- und Solarstromerzeugung von 2016 bis 2025.

Uniper definiert eine Dunkelflaute als einen Zeitraum von mindestens zehn Stunden, in dem Wind- und Solarstrom gemeinsam weniger als zehn Prozent ihrer installierten Leistung liefern. Zusätzlich wird ein gleitender Sechs-Stunden-Durchschnitt herangezogen, um kurzfristige, systemisch irrelevante Erzeugungsspitzen auszublenden.

Im untersuchten Zeitraum wurden 1.435 Dunkelflauten mit einer Dauer von über zehn Stunden identifiziert. Sie treten somit im Durchschnitt häufiger als alle drei Tage auf. Die mittlere Dauer lag bei 12,9 Stunden, was mehr als einem halben Tag entspricht. Längere Ereignisse sind seltener, aber dennoch regelmäßig und besonders kritisch für die Versorgungssicherheit.
Eine 24-stündige Dunkelflaute tritt nahezu monatlich auf, dreitägige Ereignisse etwa zweimal pro Jahr. Extreme Dunkelflauten von mehr als fünf Tagen sind die Ausnahme. Im Schnitt treten diese immerhin alle dreieinhalb Jahre auf. Im Jahr 2023 kam es sogar zu einer fast einwöchigen Dunkelflaute mit einer Dauer von 161 Stunden.

Uniper leitet aus den Ergebnissen ab, dass für eine sichere Stromversorgung auch langfristig gesicherte, flexible Erzeugungskapazitäten unverzichtbar bleiben. Batteriespeicher seien ein wichtiger Baustein der Transformation, etwa zur Flexibilisierung und zur Abfederung kurzfristiger Preisspitzen. Dunkelflauten von mehr als zehn Stunden könnten sie jedoch nicht überbrücken. Die Speichertiefe von Batterien reiche hierfür nicht aus. Deshalb würden auch künftig Kraftwerke benötigt, die unabhängig vom Wetter flexibel Strom lieferten.

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