Uni Münster prognostiziert stark steigenden Energiebedarf für EU-Batteriezellproduktion

Simon Lux
© Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle FFB

Ein Team um Simon Lux (Foto), Professor für Angewandte Elektrochemische Energiespeichertechnik und Wirtschaftschemie an der Universität Münster, hat den künftigen Energiebedarf ermittelt, der mit der von der Europäischen Union (EU) angestrebten Stärkung europäischer Batterielieferketten einhergehen wird. Das Team prognostiziert, dass der jährliche europäische Energiebedarf für die lokale Batteriezellproduktion von aktuell 3,5 Terawattstunden (TWh) auf rund 250 TWh ansteigen muss, um bis 2050 Autarkie in diesem Bereich zu erreichen. Zusätzlich werden jährlich 200 bis 250 TWh benötigt, um Elektrofahrzeuge zu laden und Effizienzverluste beim Entladen von Elektrofahrzeugen und stationären Speichern auszugleichen. Durch den zunehmenden Einsatz von Elektromotoren und stationären Batterien, die ab 2050 rund 500 TWh an erneuerbaren Energien speichern können, würden andererseits 90 TWh eingespart. Diese Menge würde ansonsten für die Förderung, Gewinnung und Aufbereitung von fossilen Brennstoffen verbraucht werden.

»Die Stärkung lokaler Batterielieferketten ist entscheidend, um die Energieabhängigkeit zu verringern«, betont Lux. »Sie erfordert jedoch gleichzeitig die Bereitstellung erheblicher Energiemengen in Europa.« Der batteriebasierte Strombedarf wachse im Vergleich zum gesamten Strombedarf überproportional. Vor diesem Hintergrund seien große Investitionen in die erneuerbare Stromerzeugung und die entsprechende Infrastruktur erforderlich.

© PHOTON

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