Ein ambitionierter Ausbau der Solarenergie in Deutschland ist möglich, ohne Natur und Landwirtschaft zu gefährden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Umweltbundesamtes (UBA). Um die Ziele des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) schnell genug zu erreichen, seien PV-Anlagen auf Freiflächen jedoch unverzichtbar. Das UBA-Factsheet »Photovoltaik auf dem Acker? – Ein Positionspapier« beschreibt den aktuellen Sachstand zur Photovoltaik in Deutschland, benennt bestehende Konfliktfelder und schlägt Lösungen für einen umwelt- und landwirtschaftsverträglichen Ausbau von Photovoltaik-Freiflächenanlagen vor.
Das UBA empfiehlt insbesondere, den Anbau von Bioenergiepflanzen konsequent zugunsten von Photovoltaikanlagen zu reduzieren. »Konventionelle PV-Freiflächenanlagen liefern auf einem Hektar 28- bis 50-mal mehr Strom gegenüber Mais oder anderen Energiepflanzen«, heißt es im Factsheet. Agri-PV-Systeme, die eine landwirtschaftliche Nutzung mit der Stromerzeugung kombinieren, böten ein großes Potenzial für eine effizientere Flächennutzung. Agri-PV könne außerdem Klimarisiken für Landwirte reduzieren, da Nutzpflanzen und -tiere vor klimatischen Beeinträchtigungen (Hagel, Starkniederschläge, Sonnenbrand) geschützt werden, so das UBA.
»Photovoltaik erzeugt pro Hektar auch bei umweltschonendem Ausbau ein Vielfaches an Strom gegenüber Energiepflanzen – das Potenzial für eine effizientere und umweltverträgliche Nutzung unserer Agrarflächen ist entsprechend groß«, so UBA-Präsident Dirk Messner.
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UBA-Positionspapier »Photovoltaik auf dem Acker?«
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