Laut Berechnungen von Next2Sun können in Deutschland bis zu 20 Gigawatt vertikal installierter PV-Anlagen in Ost-West-Ausrichtung in bestehende Solarparks mit Südausrichtung integriert werden, ohne dass die Netze verstärkt werden müssen. Durch die Überbauung der Netzanschlusspunkte könnte die angeschlossene PV-Leistung demnach um rund 60 Prozent gesteigert werden – »ohne signifikante Abregelungsverluste«, wie Next2Sun berechnet hat.
»Die Überbauung ist einer der effektivsten Hebel, um zusätzliche Erzeugung zu realisieren und gleichzeitig vorhandene Infrastruktur optimal auszulasten«, erklärt Heiko Hildebrandt, CEO von Next2Sun. »Nicht jede zusätzliche PV-Anlage belastet das Netz gleichermaßen – entscheidend ist, wann der Strom eingespeist wird.«
Neben der besseren Netznutzung sieht Next2Sun auch wirtschaftliche Vorteile durch die Überbauung bestehender Solarparks. Durch die Nutzung vorhandener Netzanschlüsse und Zuwegungen lassen sich laut Unternehmensangaben Kostenersparnisse von etwa 10 bis 15 Prozent realisieren. Zudem erzielt der Strom aus vertikalen Anlagen höhere Erlöse, da er vor allem in preisstärkeren Stunden außerhalb der Mittagsspitze erzeugt wird. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 lagen die erzielten Marktwerte um 87 Prozent über dem Durchschnitt klassischer Solarparks. »Überbauung bedeutet nicht nur mehr Strom, sondern vor allem wirtschaftlich attraktiveren Strom«, so Hildebrandt.
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