Die Technische Universität München (TUM) betreibt in Dürnast bei Freising eine Forschungsanlage für Agri-PV. Die rund 2,5 Hektar große Anlage soll in den kommenden Jahren als Plattform für interdisziplinäre Forschungsprojekte dienen. Ziel ist es, die Auswirkungen von Agri-PV auf die landwirtschaftliche Nutzung, die Erträge, die Betriebsabläufe sowie auf ökologische Faktoren umfassend zu untersuchen.
»Agri-Photovoltaik setzt an zwei der großen Themen unserer und künftiger Generationen an: Ernährungssicherung und nachhaltige Stromversorgung«, sagte Ingrid Kögel-Knabner (zweite von links), Dekanin der TUM School of Life Sciences und Professorin für Bodenkunde, bei der Eröffnung der Forschungsanlage am 24. Juli mit über 120 Gästen in Dürnast bei Freising.
Auf der Forschungsfläche sind in 14 Reihen zwei verschiedene Typen von Photovoltaikanlagen installiert: vertikale und nachgeführte Module. Die vertikalen Module sind stationär nach Osten bzw. Westen ausgerichtet und produzieren vor allem morgens und nachmittags Energie. Die nachgeführten Anlagen sind mit speziellen Trackern ausgestattet und folgen der Sonne.
Bei der Eröffnung stellten drei Professorinnen und Professoren ihre Forschungsziele an der Anlage vor: Annette Menzel vom Lehrstuhl für Ökoklimatologie wird das Mikroklima unter den Anlagen untersuchen. Mohsen Zare vom Lehrstuhl für Soil Biophysics wird die Auswirkungen der Anlagen auf die Bodengesundheit erforschen. Heinz Bernhardt (zweiter von rechts) vom Lehrstuhl für Agrarsystemtechnik wird die Folgen für den landwirtschaftlichen Betrieb betrachten. Dabei wird er untersuchen, wie sich die Erträge entwickeln, welcher Mehraufwand sich aufgrund der Wartung ergibt und wie sich die Anlagen mit elektrischen Autos oder Traktoren im Betrieb vereinen lassen.
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