Heute haben 52 Unternehmen aus der Region bei einem Unternehmer-Roundtable am Standort der Tesvolt AG in Lutherstadt Wittenberg mit Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche über wirtschafts- und energiepolitische Herausforderungen diskutiert. Dies teilt die Tesvolt AG mit. An der Diskussion nahmen auch Sachsen-Anhalts ehemaliger Ministerpräsident Reiner Haseloff, sein Nachfolger Sven Schulze und der CDU-Landtagskandidat Nico Elsner teil. Für Tesvolt stand dabei die Zukunft der Netzentgeltbefreiung für Batteriespeicherprojekte im Mittelpunkt. Davon hänge wesentlich ab, ob die privatwirtschaftlich geplanten 200 Milliarden Euro in den kommenden zehn Jahren tatsächlich in Energiespeicherprojekte investiert werden.
»Wenn die Netzentgeltbefreiung für Batteriespeicher infrage gestellt wird, trifft das eine Branche, die für die stabile Energieversorgung in Deutschland systemrelevant ist. Schon die aktuelle politische Diskussion führt zu einer erheblichen Verunsicherung bei Banken, Projektierern und Investoren«, sagte Daniel Hannemann, CEO und Co-Founder von Tesvolt. »Wir brauchen jetzt klare und verlässliche Rahmenbedingungen, damit Investitionen in Speicherprojekte nicht ausgebremst werden. Speicher entlasten das Netz – sie dürfen deshalb nicht durch zusätzliche Netzentgelte bestraft werden.«
Hannemann schlug vor, die Finanzierung netzbezogener Infrastrukturkosten nicht über zusätzliche Belastungen für Speicherprojekte, sondern aus dem Klima- und Transformationsfonds des Bundes sicherzustellen. Dies würde dem Systemnutzen von Speichern gerecht werden und den Ausbau der Speicherinfrastruktur unterstützen.
Zudem machte Tesvolt deutlich, wie wichtig hohe Sicherheitsstandards bei kritischer Energieinfrastruktur sind, und forderte eine verbindliche Whitelist für vertrauenswürdige Länder im europäischen Binnenmarkt.
Wie Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche auf die Vorschläge reagierte, ist nicht übermittelt.
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