Vom 30. September bis 1. Oktober widmen sich die Braunschweiger Brandschutz-Tage diesmal aktuellen Fragen und Forschungsergebnissen zum Thema Brandschutz von Energiespeichern.
Im Zentrum stehen dabei die Risiken von Hochvoltspeichern und stationären Batteriesystemen. »Mit dem Einzug von Energiespeichern in immer mehr Gebäuden wächst auch das Risiko von Bränden mit völlig neuen Dynamiken«, sagt Professor Jochen Zehfuß, wissenschaftlicher Tagungsleiter und Leiter des Fachgebiets Brandschutz am Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz (iBMB) der TU Braunschweig. »Unser Ziel ist es, die neuesten Erkenntnisse aus Forschung und Praxis zusammenzubringen, um sichere Lösungen für den Umgang mit diesen Technologien zu entwickeln.«
Wie schnell sich ein Brand von dicht gelagerten Antriebsbatterien mit Lithium-Ionen-Technologie ausbreitet und wie diese Ausbreitung am besten begrenzt werden kann, untersucht das TU-Institut in einem Verbundprojekt mit der Branddirektion München und der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) in Berlin. Die Ergebnisse von Brandversuchen im Projekt BEGIN-HVS, das im Rahmen des Programms »Forschung für die zivile Sicherheit« gefördert wird, präsentieren Zehfuß und der Projektmitarbeiter Justus Frenz.
Auf dem Programm stehen außerdem Neuerungen bei Brandmeldeanlagen, Brandschutz in automatisierten Lagersystemen, Neuentwicklungen bei den Mustervorschriften im Schulbau und bei Versammlungsstätten sowie Verwendbarkeitsnachweise im Holzbau und die Vereinfachung von Digitalisierungsprojekten.
Erwartet werden rund 600 im Brandschutz tätige Mitarbeitende von Bauaufsichtsbehörden, Feuerwehren, Versicherungen, Ingenieurbüros, aus der Industrie, von Prüfanstalten und Forschungseinrichtungen. Ausrichter ist das Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz der TU Braunschweig.
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