In seiner heutigen Sitzung hat der Schweizer Bundesrat technologiespezifische Ziele für den Ausbau erneuerbarer Energien festgelegt. Demnach sollen im Jahr 2030 18,7 TWh Solarstrom produziert werden, was mehr als einer Verdoppelung gegenüber 2025 entspricht. Dies teilt der Schweizer Solarverband Swissolar mit. Das Ziel sei mit besseren Rahmenbedingungen erreichbar, so Swissolar. Zum Vergleich: Die für das Jahr 2025 erwartete Solarstromproduktion in der Schweiz liegt bei mehr als acht TWh. Dies entspricht der geplanten Jahresproduktion des AKW Gösgen, das derzeit wegen technischer Mängel seit Juni stillsteht.
Um das Ziel zu erreichen, muss die jährlich installierte PV-Leistung deutlich gesteigert werden. Nach dem Rekordjahr 2024 mit 1,8 GW neu installierter Leistung wird für 2025 ein Rückgang auf rund 1,6 GW erwartet. In den nächsten fünf Jahren müsste dieser Ausbau jedoch schrittweise auf 2,7 GW erhöht werden. Dies entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Marktwachstum von elf Prozent. Ein solches Wachstum kann die Schweizer Solarbranche bewältigen – die durchschnittliche Wachstumsrate in den Jahren 2019–2023 lag bei 50 Prozent.
Der heute ebenfalls neu eingeführte Winterstrombonus via Energieförderverordnung soll dazu beitragen, dass der Produktionsanteil neuer Solaranlagen im Winter entsprechend steigt. Positiv zu bewerten ist auch, dass der Bundesrat auf eine Begrenzung des maximalen Förderbeitrags für alpine Solaranlagen verzichtet hat. Dies hätte dazu geführt, dass mehrere Projekte in fortgeschrittenem Planungsstadium sistiert werden mussten.
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