In Kommunen, in denen die AfD stark unterstützt wird, sind E-Autos und Photovoltaikanlagen im Durchschnitt weniger verbreitet. Steigt der Stimmenanteil der AfD, führt dies in der Folgezeit zudem zu einer langsameren Verbreitung dieser Technologien. Dies zeigt eine Studie des Climate Action Research Lab (CARL) der Universität Freiburg.
»Der entscheidende Punkt unserer Studie ist nicht allein, dass emissionsarme Technologien in politisch unterschiedlich geprägten Regionen unterschiedlich stark verbreitet sind«, sagt Moritz Wussow, Leiter des CARL. »Wir zeigen, dass Veränderungen in der politischen Unterstützung mit der anschließenden Geschwindigkeit der Technologiediffusion zusammenhängen. Politische Polarisierung kann damit beeinflussen, wie schnell die Energiewende verschiedene Teile der Gesellschaft erreicht.«
Für ihre Studie führten die Forscher Befragungen durch. Dabei zeigte sich: Je weiter rechts sich die Befragten politisch einordneten, desto geringer war im Durchschnitt ihre Bereitschaft, E-Autos oder Photovoltaikanlagen anzuschaffen. Dieser Zusammenhang war bei E-Autos stärker ausgeprägt. Die Studie untersucht nicht, warum E-Autos stärker politisch polarisieren als Photovoltaik. Eine mögliche Erklärung ist laut den Forschern, dass Autos stärker als Ausdruck sozialer und politischer Identität wahrgenommen werden. Zudem sei Photovoltaik bereits seit Längerem am Massenmarkt etabliert.
Für ihre Analyse kombinierten die Forscher amtliche Daten zu Photovoltaikanlagen und zugelassenen Elektrofahrzeugen mit Wahlergebnissen sowie mit sozioökonomischen und infrastrukturellen Daten von mehr als 10.700 deutschen Kommunen.
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