Das »Solar Team Eindhoven« der Technischen Universität Eindhoven hat mit »Stella Juva« einen mit Solarenergie betriebenen Krankenwagen entwickelt. Er soll Menschen auch in Regionen mit schlechten Straßenverhältnissen und einem Mangel an Kraftstoff oder Strom Zugang zu medizinischer Versorgung ermöglichen. Dies teilt die TU Eindhoven mit. Stella Juva wurde von einem multidisziplinären Team aus 23 Studenten entwickelt, die überwiegend Anfang zwanzig sind und fast ein ganzes Jahr an der Konstruktion und dem Bau des Fahrzeugs gearbeitet haben.
Unter günstigen solaren Bedingungen erreicht das Fahrzeug eine Reichweite von bis zu 715 Kilometern und eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. Die Solarzellen stammen vom chinesischen Hersteller Aiko Solar. Der von der Photovoltaikanlage auf dem Fahrzeugdach erzeugte Strom versorgt sowohl das Fahrzeug selbst als auch die medizinische Ausstattung an Bord, zu der unter anderem Defibrillatoren und mobile Röntgensysteme gehören. So können medizinische Fachkräfte beispielsweise Blutuntersuchungen durchführen, Menschen auf Krankheiten wie Tuberkulose und Malaria untersuchen, Impfungen verabreichen und Ultraschalluntersuchungen bei Schwangeren vornehmen. Ein integriertes Batteriesystem gewährleistet zudem einen durchgängigen Betrieb während der Nacht und bei geringer Sonneneinstrahlung.
»Wir haben uns von den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen inspirieren lassen, die eine gute Gesundheitsversorgung für alle zugänglich machen wollen«, erklärt Teammanager Mathijs van Gerven. Bei der Entwicklung von »Stella Juva« arbeitete das Studententeam mit internationalen Gesundheitsorganisationen wie Amref Health Africa zusammen.
Das Solar Team Eindhoven wird im August nach Kenia reisen, um den Solar-Krankenwagen an potenziellen Einsatzorten zu testen.
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