Begleitet von Nordrhein-Westfalens Wirtschafts- und Energieministerin Mona Neubaur (Grüne) fand gestern der symbolische Spatenstich für den Bau des Trianel Batterieparks Waltrop statt. Dies teilt die Aachener Trianel GmbH mit, die an dem Batteriespeicher beteiligt ist. Insgesamt sollen in Waltrop zwischen dem Datteln-Hamm-Kanal, dem Trianel Kohlekraftwerk Lünen und den Gleisanlagen der Deutschen Bahn Lithium-Akkus mit einer Leistung von 900 Megawatt (MW) und einer Speicherkapazität von mindestens 1.800 Megawattstunden (MWh) in 800 See-Containern aufgestellt werden.
Getragen wird das Projekt von einem Konsortium bestehend aus Luxcara, einem unabhängigen deutschen Asset Manager für Energieinfrastruktur-Projekte, dem international tätigen Energie- und Infrastrukturunternehmen BKW AG mit Sitz in Bern (Schweiz), sowie zahlreichen Stadtwerken unter der Federführung von Trianel, die sich zur T-BESS 1 GmbH & Co. KG zusammengeschlossen haben. Die Errichtung der einzelnen Batteriespeichersysteme (BESS) übernehmen die Gesellschafter in Eigenregie: Luxcara 520 MW, BKW 300 MW sowie der Stadtwerke-Zusammenschluss 80 MW.
»Es geht nicht mehr allein um den Ausbau erneuerbarer Erzeugung, sondern zunehmend um Flexibilität, Speicherung und die intelligente Integration von Stromangebot und Stromnachfrage«, erklärt Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung der Trianel GmbH.
Neubaur kommentiert den Projektstart: »In Waltrop wird sichtbar, wie die Energiewende weitergeht: Wind- und Sonnenstrom, der sonst verloren ginge, wird gespeichert und dann genutzt, wenn er gebraucht wird. Genau das macht unsere Stromversorgung sicherer – auch an Tagen ohne Wind und Sonne. NRW zeigt sich damit einmal mehr als Top-Standort für Zukunftstechnologien: Mit diesem Projekt wird die nächste Phase der Energiewende hier im Ruhrgebiet gebaut.«
Mit dem Spatenstich beginnt nun die bauliche Umsetzung des Batterieparks. In den kommenden Wochen erfolgen die Erschließung und Vorbereitung der Fläche. Die Anlieferung der Großkomponenten, darunter das Umspannwerk, die Transformatoren und die Batteriespeichersysteme, ist ab Juli 2027 vorgesehen. Die Inbetriebnahme des Batterieparks ist in der zweiten Jahreshälfte 2028 geplant.
© PHOTON


