Auf dem Gelände der Freiflächensolaranlage Lauterbach in Hessen hat sich die Zahl der Feldlerchenreviere deutlich erhöht. Dies teilt der Solarparkentwickler und -betreiber Enerparc mit. Demnach gab es vor Projektbeginn im Jahr 2018 vier Reviere auf der 55 Hektar großen Fläche; inzwischen sind es 20.
Zudem dient der Solarpark als Nahrungshabitat für gefährdete Arten wie Steinschmätzer, Wachteln, Schwarz- und Braunkehlchen sowie verschiedene Eidechsenarten. »Aus einem intensiv genutzten Acker ist damit ein artenreicher Lebensraum entstanden«, lautet das Fazit von Enerparc.
Bereits vor dem Bau des Solarparks führte das Unternehmen Plan Ö in den Jahren 2018/2019 die erste Kartierung durch. Ab 2022 wurde die Fläche nach Abschluss der Bautätigkeiten jährlich erneut untersucht. Ergänzend setzte Enerparc im Jahr 2025 erstmals zwei KI-gestützte Biodiversitäts-Monitorings der Anbieter Hula Earth und AviCon ein. Strategisch in der Anlage platzierte akustische Sensoren zeichneten kontinuierlich die Geräuschkulisse auf. Mithilfe einer KI-basierten Auswertung und Triangulation konnten Vogelarten identifiziert, Reviermittelpunkte verortet und Aktivitätszonen innerhalb der Anlage sichtbar gemacht werden.
Laut Enerparc ist dieser Feldversuch bislang einzigartig in Deutschland und soll neue Maßstäbe für die naturschutzfachliche Begleitung von Solarparks in Bezug auf Nachweisführung, Vergleichbarkeit und langfristige Datenerhebung setzen.
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