Solar-Ausschreibung massiv unterzeichnet: BSW-Solar sieht politisch bedingte Planungsunsicherheit als Ursache

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Die Bundesnetzagentur hat heute die Zuschläge der Ausschreibung für Solaranlagen auf Gebäuden und Lärmschutzwänden mit dem Gebotstermin 1. Februar 2026 veröffentlicht. Bei einer ausgeschriebenen Menge von 283 MW wurden 98 Gebote mit einer Gebotsmenge von 177 MW eingereicht. Dies war deutlich weniger als bei der letzten Ausschreibung. Im Oktober 2025 lag die eingereichte Gebotsmenge noch bei 310 MW. In dieser Runde musste die Bundesnetzagentur 13 Gebote vom Zuschlagsverfahren ausschließen. Somit wurden 85 Gebote mit einem Volumen von 155 MW zum Zuschlagsverfahren zugelassen, die alle bezuschlagt werden konnten. Die im Gebotspreisverfahren ermittelten Zuschlagswerte reichen von 7,88 ct/kWh bis 10,00 ct/kWh. Der mengengewichtete durchschnittliche Zuschlagswert liegt mit 9,56 ct/kWh leicht unter dem Wert der Vorrunde (9,66 ct/kWh) sowie dem in diesem Jahr geltenden Höchstwert von 10,00 ct/kWh.

Der Branchenverband BSW-Solar sieht im mangelnden Interesse an der Ausschreibung bereits erste Auswirkungen der politischen Debatte um die Zukunft der Unterstützung für erneuerbare Energien in Deutschland: »Die angespannte Konjunkturlage, in hohem Maße aber auch eine zunehmende politisch bedingten Planungsunsicherheit sind die wesentlichen Ursachen für die schwache Auktionsteilnahme,« sagt der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft, Carsten Körnig. Die Bundesregierung müsse schnell wieder für Investitionssicherheit sorgen, indem sie die Pläne von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche begrabe, Entschädigungszahlungen im Falle temporärer Netzengpässe ab 2027 streichen zu wollen.

Zudem sollten Barrieren beim Netzzugang abgebaut, das Stromnetz effizienter genutzt und der Ausbau von Speichern zur Vermeidung negativer Strompreise vorangetrieben werden, so Körnig. Unhaltbar sei zudem die aktuelle Praxis der Netzbetreiber, im Falle temporärer Netzengpässe nicht nur die Einspeisung ins Stromnetz vorübergehend zu unterbinden, sondern auch Solaranlagen und Speicher abzuregeln. Somit könne Solarstrom vom eigenen Firmendach nicht vollständig genutzt werden. Der BSW-Solar ist überzeugt, dass die Mehrzahl der Unternehmen PV-Anlagen auf ihre Firmendächer bauen würde, wenn Planungssicherheit wiederhergestellt wäre und weitere Marktbarrieren abgebaut würden.

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