Die SMA Solar Technology AG hat ihre Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Der Vorstand rechnet nun mit einem operativen Verlust (EBITDA) von 30 bis 80 Millionen Euro statt eines Gewinns von 70 bis 80 Millionen Euro. Damit läge der erwartete Verlust höher als im vergangenen Geschäftsjahr, das mit einem Minus von 16 Millionen Euro abgeschlossen wurde. Beim Umsatz erwartet SMA nun einen Wert zwischen 1.450 und 1.500 Millionen Euro statt 1.500 bis 1.550 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahresumsatz von 1.550 Millionen Euro wäre dies ebenfalls ein Rückgang.
Als Ursache für die Gewinnwarnung nennt SMA geringere erwartete Umsätze bei Privat- und Gewerbeanlagen – nicht nur für das laufende Jahr, sondern auch für die Folgejahre. Hierdurch entstünden zusätzliche Wertminderungen in Form von Vorratsabwertungen, Sonderabschreibungen auf aktivierte Entwicklungsprojekte und Sachanlagen wie Produktionsanlagen. Zudem sind Rückstellungen für weitere Restrukturierungsmaßnahmen geplant. Insgesamt geht der Vorstand von Einmalaufwendungen in Höhe von voraussichtlich 170 bis 220 Millionen Euro aus.
Die weiteren Sparmaßnahmen sollen die bereits eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen ergänzen. SMA nennt in diesem Zusammenhang die Anpassung und Entwicklung des Produktportfolios und der Wertschöpfungstiefe, eine intensivere Nutzung der internationalen Standorte sowie eine effizientere Servicestrategie. Damit strebe die Gesellschaft zusätzliche jährliche Kosteneinsparungen in Höhe von voraussichtlich mehr als 100 Millionen Euro bis Ende 2027 an.
Zuletzt hatte SMA im Mai die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Auch im vergangenen Jahr musste SMA seine Ziele mehrfach nach unten korrigieren und kündigte den Abbau von 1.000 der insgesamt 4.300 Stellen an.
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