Die schwimmende Energiegemeinschaft »Schoonschip« in den Niederlanden ist seit Januar mit 30 Häusern an die Energie- und Flexibilitätsmärkte angebunden. Eine vom Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM entwickelte Lösung ermöglicht Echtzeitprognosen für Verbrauch, lokale Erzeugung und Preisoptimierung. So kann die Gemeinschaft Strom zu optimalen Konditionen am Day-Ahead-Markt handeln. Gleichzeitig vermarktet ein Händler die 30 Batteriespeicher auf dem Regelenergiemarkt.
Schoonschip ist ein Zusammenschluss von 30 schwimmenden Häusern mit Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Batteriespeichern in einem Seitenarm des IJ-Kanals nördlich von Amsterdam mit gemeinschaftlich organisierter Energieversorgung. Die Häuser sind untereinander in einem Microgrid vernetzt, haben aber auch einen gemeinsamen Anschluss an das kommunale Stromnetz. Das vom Fraunhofer ITWM entwickelte Energiemanagementsystem reduziert mit Hilfe von Batteriespeichern zudem die Netzbezugsspitzen und senkt damit die Netznutzungsentgelte.
»Unsere Vision ist es, dass die Technologie nicht nur innerhalb der Schoonschip-Gemeinschaft, sondern auch für Privathaushalte und Unternehmen zugänglich wird. Alle, die über eine Photovoltaik-Anlage, einen Batteriespeicher oder andere Flexibilitäten wie Wärmepumpe und E-Fahrzeug verfügen, sollen in der Lage sein, sich anzuschließen und aktiv an verschiedensten Energie- und Flexibilitätsmärkten teilzunehmen«, sagt Matthias Klein-Schlößl, Leiter des Teams »Green by IT« am Fraunhofer ITWM.
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