Ein Bericht der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) untersucht die Gründe, warum bislang kaum Agri-PV-Projekte in der Schweiz realisiert wurden. Demnach hängen Realisierbarkeit und Wirtschaftlichkeit stark vom Standort ab. Fehlen beispielsweise lokale Stromabnehmer, sinke die Rentabilität in der Regel deutlich. Hemmend wirkten sich zudem die Bewilligungsanforderungen aus, die kantonal unterschiedlich ausgelegt würden, sowie die Kosten für Netzabklärungen, Bodenuntersuchungen oder Vorstudien.
»Die Technologie ist nicht das Problem. Entscheidend ist, ob ein Projekt trotz den hohen Anforderungen bewilligt werden kann, ob der Anschluss ans Stromnetz zu vertretbaren Kosten möglich ist und ob sich die Anlage unter den heutigen Rahmenbedingungen wirtschaftlich betreiben lässt«, sagt Jürg Rohrer, Professor für Erneuerbare Energien an der ZHAW und Co-Autor des Berichts.
Die Autoren des Berichts empfehlen, die Investitionssicherheit zu erhöhen und den gesetzlichen Rahmen für Agri-PV-Anlagen zu vereinfachen und schweizweit zu harmonisieren. Im Weiteren sollten neutrale Beratungsangebote interessierte Landwirtschaftsbetriebe von der Erstabklärung bis zur Projektumsetzung begleiten, denn Agri-PV-Projekte verbinden Fragen der Landwirtschaft, Photovoltaik, Raumplanung, des Netzanschlusses und der Stromvermarktung. So ließen sich Risiken bereits in einer frühen Projektphase reduzieren.
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