Schweiz: Kleine PV-Anlagen nutzen Dachflächen besonders gut aus, große verschenken Potenzial

PV-Anlagen
© ZHAW

Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat untersucht, wie gut Photovoltaikanlagen die zur Verfügung stehende Dachfläche von Gebäuden nutzen. Bei den 150 untersuchten Anlagen ergab sich ein Ausschöpfungsgrad von 79 Prozent. Alle Anlagen wurden im Jahr 2023 oder später installiert.

Die Ausschöpfung des Potenzials unterscheidet sich jedoch stark zwischen den Größenkategorien von Gebäuden: Auf kleinen Gebäuden (typischerweise Einfamilienhäuser mit einer potenziellen Leistung unter 30 kW) wurden rund 93 Prozent der theoretisch möglichen Fläche auch real genutzt. Bei mittleren Gebäuden (zum Beispiel größere Wohn- und Gewerbegebäude mit 30 bis 150 kW) waren es 76 Prozent. Auf großen Dächern (Industrie-, Logistik- oder große öffentliche Bauten mit einer potenziellen Leistung über 150 kW) wurden dagegen nur 58 Prozent der möglichen Dachfläche genutzt.

Wenn neue PV-Anlagen die Dächer ähnlich konsequent nutzen wie in den Jahren 2023 und 2024, ließen sich die im Schweizer Stromgesetz verankerten Ausbauziele für neue erneuerbare Energien rein theoretisch bereits mit PV-Anlagen auf Dächern erreichen, so das Forscherteam der ZHAW. Voraussetzung dafür wäre allerdings ein deutlich höheres Ausbautempo. »Gebremst wird dieses Tempo derzeit nicht durch fehlende Dächer, sondern durch die Rahmenbedingungen. Die Rückliefertarife und Förderbedingungen ändern sich laufend, die Investitionssicherheit ist zu gering. Damit der Ausbau hoch bleibt oder weiter zunimmt, brauchen wir stabile und verlässliche Regeln für Investitionen in neue PV-Anlagen«, so Jürg Rohrer von der Forschungsgruppe Erneuerbare Energien am Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen.

© PHOTON

Studie
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