Der österreichische Grünstromerzeuger RP Global hat gemeinsam mit MaxSolar sein erstes Solarprojekt in Deutschland ins Leben gerufen. Auf der Abraumhalde des Braunkohletagebaus Harbke im Landkreis Börde soll ein Solarpark mit einer Leistung von 50 Megawatt entstehen, so RP Global. Eine Erweiterung des Projekts ist für die Zukunft geplant.
Nach erfolgreichem Abschluss des umfangreichen Genehmigungsverfahrens haben die Bauarbeiten auf der ehemaligen Halde Wulfersdorf begonnen. Der Solarpark Harbke entsteht auf einem Gebiet, das bereits von zwei bestehenden Stromtrassen durchzogen ist. Dank dieser Infrastruktur kann der künftig erzeugte Strom effizient und ohne den Bau zusätzlicher Stromleitungen ins Netz eingespeist werden.
Harbke hat eine historische Bedeutung für die Energieerzeugung: Hier wird seit Jahrzehnten Braunkohle abgebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Tagebau aufgeteilt und diente beiden Seiten der Grenze als wichtige Energiequelle. Nach der Entscheidung der Gemeinde Harbke, das Gelände umzuwidmen, soll hier nun Ökostrom erzeugt werden.
Bei der Errichtung wird eine Besonderheit berücksichtigt. Die Zufahrt zum Projektgelände verläuft entlang der ehemaligen Grenze, dem sogenannten Todesstreifen. Der 1989 von den DDR-Grenzsoldaten hinterlassene Grenzstreifen steht unter Denkmalschutz. Daher wird bei der Anlieferung der Parkkomponenten zur Baustelle streng darauf geachtet, die historischen Elemente zu erhalten.
Der Landkreis Börde fördert aktiv den Ausbau der Solarenergie und wurde als eine von fünf Modellkommunen in die bundesweite Initiative »Globale Nachhaltige Kommune« aufgenommen. Ziel ist es, die Agenda 2030 und ihre 17 globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) systematisch in die Verwaltungsstrukturen zu integrieren.
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