Mit dem Beschluss des Bebauungsplans hat der Gemeinderat der Gemeinde Elsteraue (Sachsen-Anhalt) den Weg für den 84-Megawatt-Solarpark Langendorf frei gemacht. Dies teilt der Projektierer RES mit.
»In den vergangenen Jahren haben wir das Projekt intensiv im Gemeinderat und mit der Bürgerschaft diskutiert und weiterentwickelt. Der jetzt gefasste Beschluss zeigt, dass wir eine tragfähige Lösung für unsere Gemeinde gefunden haben«, sagt Mark Fischer, Bürgermeister der Gemeinde Elsteraue.
RES wird den Solarpark in mehreren Bauabschnitten realisieren und an das bestehende Umspannwerk im Industriepark Tröglitz anschließen. Für die erste Teilfläche mit einer geplanten Leistung von rund 32 Megawatt ist die Inbetriebnahme bis Ende 2027 vorgesehen.
Der Solarpark entsteht auf einer rekultivierten Braunkohlenhalde östlich des Ortsteils Langendorf. Die Fläche wird seit Jahrzehnten landwirtschaftlich genutzt, aufgrund ihres hohen Steingehalts, ihres geringen Humusanteils und ihres schlechten Wasserhaltevermögens sind die Erträge jedoch eingeschränkt.
Der Solarpark wird nach den Grundsätzen der »Guten Planung« des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft geplant und umgesetzt. Ziel ist es, Energieerzeugung und ökologische Aufwertung miteinander zu verbinden. Dazu zählen unter anderem die Einsaat von extensivem Grünland, Hecken zur Eingrünung sowie Wildtierkorridore und Mulden für Amphibien. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Fläche langfristig ökologisch aufzuwerten und die Artenvielfalt zu fördern.
Über das Projekt kann sich insbesondere die Kommune freuen. Denn allein für den ersten Bauabschnitt fließen über einen Zeitraum von 30 Jahren Einnahmen von insgesamt rund zwei Millionen Euro. Insgesamt werden Einnahmen von 4,5 Millionen Euro prognostiziert. Es handelt sich um Gelder, über die die Gemeinde verfügen kann und die somit allen Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen. Darüber hinaus ist vorgesehen, auch die Anwohnenden direkt von der Energiewende vor Ort profitieren zu lassen.
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