Die Bundesnetzagentur geht für den Monat April von 835,0 Megawatt neu installierter Solarleistung aus. Diese Zahl setzt sich aus den bis zum 13. Mai registrierten Anlagen sowie einem Aufschlag von zehn Prozent zusammen, um Nachmeldungen zu berücksichtigen. Berücksichtigt sind zudem Stilllegungen von PV-Anlagen mit einer Leistung von 3,5 MW. Damit liegt der Zubau leicht über dem des Vormonats, für den die BNetzA einen Zubau von 797,1 MW nennt, und sehr deutlich unter dem des Aprils 2024 mit 1.337 MW. Einen niedrigeren Zubau als im April dieses Jahres gab es zuletzt im Dezember 2022.
Mit dem anhaltend niedrigen Zubau erhöht sich auch der von der BNetzA veröffentlichte Zielwert für den monatlichen Zubau. Um das Ziel von 215 Gigawatt (GW) Solarleistung im Jahr 2030 zu erreichen, muss der monatliche Zubau ab sofort bei 1.620 MW liegen. Insgesamt waren Ende April in Deutschland 5.100.438 Photovoltaik-Anlagen mit einer kumulierten Leistung von 104,9 GW am Netz.
Betrachtet man die Zahlen im Detail, so lässt sich der geringe Zubau auf einen Einbruch bei Freiflächenanlagen zurückführen, der im März und April dieses Jahres mit 298 bzw. 246 MW sehr niedrig ausfiel. Im Februar konnten Freiflächenanlagen mit 1.119 MW den ebenfalls gesunkenen Zubau bei Gebäudesolaranlagen noch auffangen. Dieser war von Januar auf Februar um ungefähr die Hälfte auf 570 MW eingebrochen und hat sich im März und April auf knapp 450 MW eingependelt. Balkonkraftwerke sind mit rund 45.000 neu gemeldeten Anlagen zahlenmäßig die größte Gruppe. Aufgrund ihrer geringen Leistung tragen sie jedoch weiterhin nur wenig zum Zubau bei: im März waren es 52 MW und im April 53 MW.
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