Im Rahmen des Projekts »GreenSolarModules« hat die TH Köln untersucht, wie sich Solarmodule umweltfreundlicher und langlebiger produzieren lassen. Konkret wurden die Komponenten Solarglas, Kunststofffolien und Vergussmassen zur Isolierung von Bauteilen betrachtet.
»Wir haben von einem Unternehmen ein dünnes Solarglas erhalten, das weniger Energie bei der Produktion benötigt, und dessen Stabilität getestet«, sagt Oliver Pfeiffer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Cologne Institute for Renewable Energy (CIRE) der TH Köln. Das Team habe dann festgestellt, dass sich die bestehenden Prüfnormen nicht auf die besonders dünnen Gläser anwenden ließen und dementsprechend angepasst werden müssten. »Zudem haben wir festgestellt, dass Solarglas auch ohne den Zusatz des giftigen Metalls Antimon die notwendige Transmission, also Lichtdurchlässigkeit, erreichen kann«, so Pfeiffer.
Bei den Kunststofffolien, die in Solarmodulen eingesetzt werden, um die Solarzellen vor Umwelteinflüssen und mechanischen Beschädigungen zu schützen, wurden nachhaltigere Varianten aus natürlichen Rohstoffen wie Holzfasern oder Reisabfällen getestet. Einige dieser Alternativen erwiesen sich laut Mitteilung der TH Köln als stabil und recycelbar. Abschließend kamen entfernbare Vergussmassen zur Isolierung von Bauteilen in Anschlussdosen zum Einsatz. Dadurch könnten beispielsweise defekte Stecker ausgetauscht und somit Reparaturen erleichtert werden.
Neben den technischen Arbeiten und Analysen untersuchte das Team der TH Köln auch die Wirtschaftlichkeit und den ökologischen Fußabdruck von Solarmodulen. Dazu wurden die Produktion zweier Modultypen in Deutschland und China sowie die Rückgewinnung von Materialien am Nutzungsende verglichen. Ein zentrales Ergebnis war, dass bei einer Produktion hierzulande rund ein Viertel weniger Treibhausgasemissionen entstehen.
»Wir haben mit einigen Partnern aus dem Konsortium ein Folgeprojekt beantragt, welches das Recycling von Solarglas weiter voranbringen soll. Ein weiteres lohnendes Vorhaben wäre die industrielle Erprobung der erarbeiteten Lösungen“, so Ulf Blieske vom CIRE der TH Köln.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie förderte das Projekt im Rahmen des Programms »Innovationen für die Energiewende« über drei Jahre mit insgesamt rund 4.368.000 Euro. Davon entfielen etwa 390.000 Euro auf das Teilprojekt der TH Köln.
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