Die Varta Storage GmbH hat gemeinsam mit Circulor, Fraunhofer IIS, NeuroControls und VRI GmbH Batterie-Technik das Projekt »DIGIBATT360« gestartet. Wie Varta mitteilt, arbeitet das Konsortium an einer Lösung für einen EU-konformen digitalen Batteriepass für Industrie- und Light-Means-of-Transport-Batterien (LMT). Der Batteriepass soll verlässliche Lebenszyklusdaten bereitstellen und damit mehr Transparenz über Nutzung, Zweitverwendung und Recycling von Batterien ermöglichen.
Kern des Vorhabens ist ein dezentraler Datenraum, über den Batterieinformationen sicher zwischen den beteiligten Akteuren ausgetauscht werden können, ohne sie zentral speichern zu müssen. Die Daten sollen entlang des gesamten Lebenszyklus skalierbar verfügbar gemacht werden – von der Nutzung über mögliche Zweitverwendungen bis hin zum Recycling.
Auf dieser Grundlage entwickelt das von Varta koordinierte Konsortium KI-gestützte Zustandsprognosen. Sie sollen eine fundierte Bewertung der Batterienutzung ermöglichen und die Basis für konkrete Handlungsempfehlungen schaffen. Im Fokus stehen dabei sogenannte R-Strategien wie Reuse, Repair, Remanufacturing und Recycling. Ziel ist es, die Ressourceneffizienz deutlich zu steigern und die Kreislaufwirtschaft in der Batterieindustrie nachhaltig zu stärken.
»Mit DIGIBATT360 schaffen wir die Grundlage, um die Mehrwerte eines EU-konformen digitalen Batteriepasses zu erschließen und Transparenz über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu ermöglichen. So leisten wir einen wichtigen Beitrag, eine nachhaltigen Kreislaufwirtschaft in Europa zu etablieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken«, sagt Dennis Hein, Innovation & Funding Manager, Varta Storage.
Varta Storage bringt in das Projekt insbesondere seine Expertise im Bereich Second Use ein. Im Mittelpunkt stehen die Bewertung gebrauchter Batteriemodule, deren mögliche Weiterverwendung sowie die praktische Anwendung des digitalen Batteriepasses in realen Nutzungsszenarien.
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