Gemeinsam mit der Stadt Trostjanez und der Ökoenergie-Genossenschaft Green Planet Energy hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace ein schwer beschädigtes Mehrfamilienhaus in der ostukrainischen Stadt Trostjanez mit einem modernen Heizsystem aus Geothermie, Wärmepumpen und Photovoltaik ausgestattet. Das fünfstöckige Haus mit 60 Wohnungen wird seit Ende 2023 erneuert und energetisch saniert. Die neue Heizungsanlage umfasst unter anderem fünf Wärmespeicher mit jeweils rund 2.000 Litern Inhalt sowie einen Hochleistungs-Wärmetauscher für Warmwasser. Die Investitionssumme für das Heizsystem beträgt laut Greenpeace 218.000 Euro.
Das Projekt soll dabei helfen, den im Jahr 2023 von der Stadt Trostjanez entwickelten »Masterplan für einen grünen Wiederaufbau« umzusetzen. Das Ziel besteht darin, Konzepte für eine nachhaltige Wärmeversorgung in großen Wohngebäuden zu etablieren und die Stadt zu einem Modell für die gesamte Ukraine zu machen.
»Trotz der russischen Angriffe haben wir uns in Trostjanez bewusst für einen Wiederaufbau entschieden, der unsere Gemeinde stärker und energieunabhängiger macht. Das Gebäude beweist, dass der Umstieg auf erneuerbare Energien auch im Krieg möglich ist – und den Menschen etwas Wesentliches gibt: das Gefühl eines Zuhauses, das immer warm und vor Bedrohungen geschützt ist«, so Yuriy Bova, Bürgermeister von Trostjanez.
Die Umsetzung des Pilotprojekts wurde durch Kunden der Genossenschaft Green Planet Energy finanziert und durch die Umweltstiftung Greenpeace als zentralem Förderpartner ermöglicht.
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