Der Schweizer Speicherhersteller Phenogy AG mit Sitz in Root bei Luzern hat eigenen Angaben zufolge in Bremen den ersten großtechnischen Speicher Europas mit Natrium-Ionen-Technologie in Betrieb genommen.
Der in einem 20-Fuß-Container untergebrachte Phenogy-Speicher in der Nähe des Flughafens Bremen hat eine Leistung von 400 kW bei einer Speicherkapazität von fast einer Megawattstunde (MWh). Das System arbeitet im Inselbetrieb, optimiert den Energieverbrauch vor Ort und versorgt gleichzeitig die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge mit Strom.
Laut Phenogy ermöglicht das luftgekühlte System eine sichere und langlebige Energiespeicherung. Max Kory, CTO von Phenogy, erläutert: »Mit modernster Natrium-Ionen-Technologie bieten wir Energiespeicher mit langer Lebensdauer, hoher Sicherheit und zuverlässiger Leistung, auch bei extremen Temperaturen. Der Phenogy 1.0 steht für den Beginn einer neuen Generation von Batteriespeichern.«
Mögliche Anwendungsbereiche sind laut Phenogy Peak Shaving und die intelligente Eigenverbrauchsoptimierung zur Kosten- und CO₂-Einsparung in Industrie, Gewerbe und öffentlicher Hand, Insel-Lösungen (Microgrids) zur Versorgung abgelegener Gebiete, die Notstrom- oder unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) kritischer Infrastrukturen wie Krankenhäuser und Rechenzentren, die Optimierung von Ladeinfrastrukturen im Bereich E-Mobilität, Speicherlösungen für Betreiber von Wind- und Solarparks sowie Anwendungen in Unternehmen der kritischen Infrastruktur (KRITIS), beispielsweise in den Bereichen Flughäfen, Telekommunikation, maritime Infrastruktur und Zivilschutz. Ein Datenblatt liegt noch nicht vor.
Auch der Energiekonzern EnBW hat vor kurzem einen Natrium-Ionen-Speicher in Betrieb genommen. Der Speicher in Gundelsheim (Baden-Württemberg) verfügt über eine Kapazität von rund einer Megawattstunde und ist damit aktuell die größte installierte Batterie dieser Technologie in Europa, wie EnBW angibt.
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