Die Stadt Oldenburg plant, den Strom für ein neues Sport- und Gesundheitsbad künftig mithilfe von Solarmodulen an den Lärmschutzwänden der Nordtangente zu erzeugen. Der Plan der Stadtverwaltung sieht vor, rund ein Drittel des Energiebedarfs des Bads am Flötenteich aus regenerativen Energien zu decken. Die Idee einer schwimmenden Photovoltaikanlage auf dem Teich selbst wurde damit verworfen.
Die Lärmschutzwände entlang der Nordtangente zwischen dem Anschluss an die A 293 und der Abfahrt Donnerschweer Straße befinden sich im Eigentum der Stadt Oldenburg. Aufgrund des abnehmenden Schallschutzes und der zurückgehenden Standsicherheit der Mitte der 1980er-Jahre aufgestellten Wände war hier ohnehin ein beidseitiger Ersatzneubau auf einer Länge von insgesamt etwa 4,6 Kilometern vorgesehen. Die Idee, die Lärmschutzwände auf ihre Eignung zur Integration von Photovoltaikmodulen zu prüfen, kam aus dem Amt für Verkehr und Straßenbau. Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie zeigt Potenzial für einen Teilbereich der Wände auf einer Länge von etwa 2,3 Kilometern.
Der Ersatzneubau der Lärmschutzwände ohne Solarmodule würde rund 18 Millionen Euro kosten, wovon etwa 63 Prozent vom Land gefördert werden könnten. Die Integration von Modulen in die Wände und die Herstellung einer Direktversorgung bis zum Flötenteichbad würden Mehrkosten von etwa 950.000 Euro verursachen. Der Bau würde in mehreren Abschnitten erfolgen und etwa fünf Jahre dauern. Nach Abschluss der Planungen wäre ein Baustart Ende 2027 realistisch, teilt die Stadt Oldenburg mit. Ohne ergänzenden Batteriespeicher würde sich die Anlage nach ungefähr sieben Jahren amortisiert haben.
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