Österreich: PV-Förderprogramm soll Gasausstieg beschleunigen und »das Geldbörserl der Wienerinnen und Wiener« schonen

Österreich: PV-Förderprogramm
© Stadt Wien/Christian Fürthner

Am 4. Mai hat die Stadt Wien ein neues Förderprogramm für Photovoltaik-Anlagen im urbanen Raum gestartet. Mit dem neuen Förderpaket sollen laut der Stadt Wien verstärkt jene PV-Lösungen gefördert werden, die kostenintensiv oder komplex in der Umsetzung sind, aber dennoch einen wichtigen Beitrag zur Nutzung neuer Flächen leisten. Das Programm ist mit sieben Millionen Euro ausgestattet.

»Solange wir mit Gas und Öl heizen, sind wir von ausländischen Energielieferungen abhängig. Nur der Gasausstieg schont langfristig das Geldbörserl der Wienerinnen und Wiener, deshalb leistet er einen immensen Beitrag zum Erhalt unserer Lebensqualität,« sagt Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. Sonnenstrom spiele eine wichtige Rolle auf dem Weg hin zur Energieunabhängigkeit und in eine klimafreundliche Zukunft. Das Ausbauziel sind laut Czernohorszky 800 MW bis 2030 – eine Leistung, mit der ein Viertel aller Wiener Haushalte versorgt werden können.

Gefördert werden in Zukunft Fassaden-PV-Anlagen sowie PV-Dachgärten. Für Fassaden-PV-Anlagen beträgt der Fördersatz ab dem ersten Kilowatt 700 Euro pro Kilowatt. Insgesamt werden maximal 30 Prozent der förderfähigen Kosten finanziert, wobei die maximale Fördersumme bei 250.000 Euro pro Anlage liegt. Förderfähige PV-Fassadenanlagen müssen eine Mindestleistung von drei Kilowatt aufweisen.

Für PV-Dachgärten, also schattenspendende Konstruktionen auf öffentlich oder gemeinschaftlich genutzten Dachflächen, gibt es ab dem ersten Kilowatt 600 Euro pro Kilowatt; insgesamt werden maximal 30 Prozent der förderfähigen Kosten finanziert, wobei die maximale Fördersumme bei 50.000 Euro pro Anlage liegt. Förderfähige PV-Dachgärten müssen eine Mindestgröße von 20 m² aufweisen.

Die Förderung von PV-Anlagen im mehrgeschossigen Wohnbau sowie von Flug- und Gründächern wird auch 2027 weitergeführt.

© PHOTON

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