Das Agri-PV-Hybridkraftwerk der österreichischen Oekostrom AG, der deutschen Energiegenossenschaft Green Planet Energy eG und der Stadtwerke Hartberg im burgenländischen Parndorf hat den Probebetrieb aufgenommen. Dies teilt Green Planet Energy mit. Die ersten Megawattstunden wurden bereits ins Netz eingespeist. Mit einer Gesamtleistung von 17 MW wird die Anlage im Endausbau rund 6.320 Haushalte mit sauberem Strom versorgen. Sie kombiniert Photovoltaik, Landwirtschaft und Windkraft auf einer gemeinsamen Infrastruktur. Wind und Sonne ergänzen sich, wodurch sich die jährliche Betriebsdauer von rund 2.000 auf 4.000 Stunden erhöht.
»Der Probebetrieb zeigt bereits eindrucksvoll, wie gut sich Wind und Sonne ergänzen«, sagt Jan Häupler, Vorstandsmitglied der Oekostrom AG. »Mit derselben Infrastruktur erzielen wir nahezu doppelt so viele Betriebsstunden wie mit einer Einzelanlage – ein zentraler Effizienzgewinn für die Energiewende.« Die Pflege der Grünflächen zwischen den Solarmodulen werden in Zukunft Schafe übernehmen.
Auch das geplante Batteriespeicherprojekt macht Fortschritte. Die Anlage wurde am 19. Dezember 2025 offiziell bei der Behörde eingereicht. »Mit dem Speicher heben wir das Hybridkonzept auf das nächste Level«, sagt Christoph Grosssteiner, Geschäftsführer der Oekostrom Produktions GmbH. »Er macht die Einspeisung in das Verteilnetz nicht nur flexibler, sondern steigert auch den systemischen Nutzen für das Energiesystem.«
Christoph Ehrenhöfer, Geschäftsführer der Stadtwerke Hartberg, betont, dass das Projekt eindrucksvoll zeigt, wie moderne Energielösungen regionale Wertschöpfung und ökologische Mehrfachnutzung verbinden: »Parndorf ist ein Vorzeigeprojekt, das beweist, wie sich erneuerbare Energiequellen über das Jahr hinweg optimal ergänzen. Gleichzeitig zeigt die Agri-PV-Fläche, wie Energieproduktion und Landwirtschaft – etwa durch Schafbeweidung – harmonisch zusammenwirken können.«
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