Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben in Donnerskirchen gemeinsam mit der Burgenland Energie eine Agri-Photovoltaikanlage mit Tracker-System für 16,7-Hertz-Bahnstrom in Betrieb genommen. Laut ÖBB ist dies die weltweit erste Anlage dieser Art. Der erzeugte 16,7-Hertz-Bahnstrom wird aufgrund der unmittelbaren Nähe zur Pannoniabahn direkt in die Oberleitung eingespeist. Somit werden Energieverluste reduziert und die Effizienz deutlich erhöht. Mit einer Leistung von 6,6 MW und einem jährlichen Energieertrag von rund 8,3 GWh erzeugt die Anlage ausreichend Energie für etwa 32.500 Zugfahrten von Wien nach Eisenstadt.
Eine spezielle Bauweise ohne Bodenversiegelung sorgt dafür, dass die natürliche Versickerungsfähigkeit erhalten bleibt und die Anlage nach ihrer Nutzung rückstandsfrei entfernt werden kann, wie die ÖBB mitteilen. Gleichzeitig sollen umfangreiche Bepflanzungsmaßnahmen einen Rückzugsort für heimische Tiere schaffen. Die Bewirtschaftung des Grundstücks für den landwirtschaftlichen Betrieb durch das Biolandgut Esterhazy ermögliche so eine dreifache Nutzung des Bodens.
»Durch die direkte Einspeisung in das Bahnstromnetz erhöhen wir die Versorgungssicherheit und reduzieren gleichzeitig Energieverluste“, so Silvia Angelo, Vorständin der ÖBB-Infrastruktur AG. „Solche Lösungen sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Strategie, den Bahnbetrieb langfristig noch unabhängiger von fossilen Energieträgern zu machen und die Rolle der ÖBB als eines der größten Klimaschutzunternehmen Österreichs weiter zu stärken.«
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