Nach dem Spatenstich am 8. August 2024 und Inbetriebnahme nach EEG im selben Jahr folgte am Montag nun die feierliche Inbetriebnahme des Agri-PV-Parks Krauscha in Neißeaue, der östlichsten Gemeinde Deutschlands im Landkreis Görlitz. Next2Sun hatte für die Anlage im April 2022 bei der Innovationsausschreibung der Bundesnetzagentur den Zuschlag erhalten und erhält somit für 1,5 MW der 1,8 Megawatt Leistung eine fixe Marktprämie. Der bei dieser Art von Ausschreibung obligatorische Speicher hat eine Leistung von 0,5 MW. Somit ist das Projekt bei der Finanzierung nicht auf die noch ausstehende beihilferechtliche Genehmigung der EU für die bisher nicht genehmigte erhöhte Einspeisevergütung angewiesen, wie eine Sprecherin von Next2Sun mitteilte.
Die Feierlichkeiten am Montag wurden vom sächsischen Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Georg-Ludwig von Breitenbuch, eröffnet: »Ich danke den Projektbeteiligten, die hier auf dem Gut Krauscha die erste kommerzielle Agri-PV-Anlage im Osten Deutschlands möglich gemacht haben und neue Wege des nachhaltigen Wirtschaftens gehen.«
Die Anlage wurde in Zusammenarbeit mit Tiger Energy mit vertikal installierten bifazialen Solarmodulen nach dem Agri-PV-Konzept der Next2Sun-Gruppe realisiert. Durch die senkrechte Anordnung der Solarmodule bleiben laut Next2Sun über 90 Prozent der Fläche für die landwirtschaftliche Nutzung mit konventioneller Technik erhalten. In Krauscha wird diese Fläche weiterhin für ökologischen Landbau mit Schwerpunkt Saatgutvermehrung genutzt. Die Reihenzwischenräume von 10,5 Metern ermöglichen eine uneingeschränkte Bewirtschaftung mit landwirtschaftlichen Maschinen.
Hans Joachim Mautschke (rechts im Bild), Eigentümer des Guts Krauscha und Initiator des Projekts, zeigte sich begeistert: »Diese Anlage ist extrem wichtig für uns, denn sie sichert in Zeiten des Klimawandels und zurückgehender Erträge unsere Existenz. Die doppelte Ernte von Landwirtschaftlichem Ertrag und Energiegewinnung ist für das Überleben unseres Hofes essenziell.«
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