Während sich die finanzielle Zukunft der Next2Sun AG derzeit in einer entscheidenden Phase befindet, wurde am Mittwoch mit dem Agri-Solarpark Portogruaro in Venetien ein weiteres Projekt auf Basis der Next2Sun-Technologie eröffnet. Die 1-MW-Anlage verbindet die Erzeugung von Solarstrom mit der landwirtschaftlichen Nutzung der Fläche. Zwischen den Modulreihen werden künftig unter anderem Getreide, Soja, Kräuter und Blühpflanzen angebaut. »Unsere Situation ist damit bemerkenswert: Trotz funktionierender Technologie, erfolgreich realisierter Projekte und eines wachsenden Marktes benötigt das Unternehmen aktuell zusätzliches Kapital, um nicht in die Insolvenz zu gehen«, so Unternehmenssprecherin Anke Müller.
Die Entscheidung, ob ein Insolvenzantrag gestellt wird, soll am kommenden Montag getroffen werden. Sofern die am 24. August gestartete Aktienemission in Höhe von fünf Millionen Euro nicht in »ausreichender« Höhe gezeichnet werde, könne eine Insolvenz nicht verhindert werden. Stand heute, 16:00 Uhr, waren 3.500.000 Euro gezeichnet. Damit sind in dieser Woche rund drei Millionen Euro hinzugekommen. »Es ist immer noch Dynamik drin«, so Müller.
Die 2015 gegründete Next2Sun-Gruppe hat eigenen Angaben zufolge bislang über 60 MW an Projekten im In- und Ausland realisiert und beschäftigt mehr als 140 Mitarbeiter an Standorten in Deutschland, Österreich, Polen und Japan.
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