Ende Juli wurden das Waiotahe-Tal auf der Nordinsel Neuseelands und damit auch der »Te Herenga o Te Rā«-Solarpark durch schwere Regenfälle überflutet. Wie das Installationsunternehmen Lodestone Energy auf Facebook berichtet, habe die Anlage dennoch störungsfrei weiter Strom geliefert. »Die Anlage blieb bis zum letzten Millimeter Regen voll funktionsfähig, bis das Betriebsteam aus Vorsicht beschloss, die Anlage vom Netz zu trennen und den Sturm abzuwarten«, heißt es in dem Bericht.
Vor der Installation der Anlage hatte Lodestone Energy auf Basis historischer Wetteraufzeichnungen Szenarien erstellt, um zu ermitteln, mit welchen Wassermengen am geplanten Standort zu rechnen sei. Dabei wurden auch schnelle Wasserströmungen, die Möglichkeit von Treibgut und die Gefahr von Erdrutschen berücksichtigt. Schließlich habe man sich für ein spezielles Pfahlfundament mit einer Tiefe von mehr als vier Metern und besonders hohen Modul-Tischen entschieden. Auch die Wechselrichterstationen wurden hoch über dem Boden angebracht, sodass die Anlage auch bei einem Wasserstand von mehr als einem Meter weiterbetrieben werden konnte. Ein entscheidender Faktor war zudem, dass die Module per Fernsteuerung in eine horizontale Position gefahren werden konnten.
»Als die Sonne wieder aufging, zog sich das Wasser fast genauso schnell zurück, wie es gekommen war«, berichtet Lodestone Energy. Nach einer Inspektion der Anlage wurde die Stromproduktion wieder aufgenommen.
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