Ein von der EEBus Initiative e.V. für den Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) entwickeltes Tool unterstützt Fachbetriebe dabei, die kommunikative Erreichbarkeit von steuerbaren Energieanlagen bei der Inbetriebnahme sicherzustellen und deren erfolgreiche Einrichtung zu prüfen und zu dokumentieren. Die Entwicklung erfolgte im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) geförderten Forschungsprojektes DigiWEMS.
Hintergrund: Wärmepumpen, Klimageräte, Ladeeinrichtungen und Speicher sowie Photovoltaikanlagen müssen im Rahmen von § 14a des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG / ab einer Leistung von 4,2 kW) oder § 9 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) steuerfähig gemacht werden. Installateure müssen nachweisen, dass die Kommunikationsfähigkeit der von ihnen installierten Geräte gegeben ist. Besonders relevant wird dies, wenn das intelligente Messsystem – also Smart Meter Gateway (SMGW) beziehungsweise die Steuerbox – zum Zeitpunkt der Installation der steuerbaren Einrichtung noch nicht vorhanden ist und damit der notwendige Kommunikationspartner fehlt. Denn Fachbetriebe müssen nachweisen können, dass die Anlage auch ohne SMGW und Steuerbox an der definierten Übergabestelle kommunikativ erreichbar ist.
Damit unterstützt das neue Tool Fachbetriebe nicht nur bei dem vom VDE FNN ausgearbeiteten Inbetriebnahmeprozess. Es erfüllt auch die Dokumentationspflicht und bietet eine rechtliche Absicherung. Nehmen Kunden zu einem späteren Zeitpunkt Änderungen an ihrer Anlage vor, ist dokumentiert, dass der Elektrofachbetrieb zum Zeitpunkt der Übergabe die Kommunikationsverbindung an der definierten Übergabestelle korrekt eingerichtet und bestätigt hat.
Das »EEBUS Handwerkertool« befindet sich aktuell in einer Beta-Version. Die finale Version mit erweitertem Funktionsumfang ist für das vierte Quartal 2026 geplant.
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