Wie der Brancheninformationsdienst Energate berichtet, stößt der Referentenentwurf zum »Netzpaket« auch in der Energiewirtschaft auf Widerspruch. Energate-Autor Philip Akoto zitiert in diesem Zusammenhang RWE-CEO Markus Krebber, der zum Start der Messe E-World gemeinsam mit Niels Ellwanger (Conenergy), der NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne), BDEW-Hauptgeschäftsführerin Kerstin Andreae und Ursula Heinen-Esser (BEE) auf dem Podium diskutierte.
Besonders kritisch äußerte sich Krebber demnach zum Redispatch-Vorbehalt, einem Ansatz zur Umverteilung der Kosten für die Abregelungen von Erneuerbare-Energien-Anlagen. Der Gedanke, die Stromrechnungen von Endkunden und Industrie entlasten zu wollen, sei zwar richtig, heißt es in dem Beitrag, allerdings: »Das auf die Erzeuger zu legen, das ist absurd«, so Krebber mit Blick auf den bisher unabgestimmten Gesetzentwurf. Ein solches Vorgehen verlagere »den Schmerz an eine Stelle, wo das Problem nicht gelöst werden kann«, monierte der RWE-Chef: »Wenn man die Redispatch-Kosten an andere geben will, dann müssen die Netzbetreiber diese tragen, ohne sie an die Kunden weitergeben zu dürfen«, plädierte Krebber. So werde »an der richtigen Stelle der Impuls ausgelöst, das Netz schnellstmöglich und effizient auszubauen.« Eine Anfrage der PHOTON-Redaktion an RWE nach einer Bestätigung der Zitate stand bis Redaktionsschluss noch aus.
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