Nur wenige Tage nach der Sprengung der Kühltürme beginnt RWE auf dem Gelände des stillgelegten Atomkraftwerks Gundremmingen mit dem Bau des eigenen Angaben zufolge »größten Batteriespeichers Deutschlands«. Die Anlage wird eine Leistung von 400 Megawatt (MW) sowie eine Speicherkapazität von 700 Megawattstunden (MWh) haben und den bestehenden Netzanschluss des sich im Rückbau befindlichen AKWs nutzen. Für den Bau investiert RWE rund 230 Millionen Euro. Den symbolischen ersten Spatenstich hat das Unternehmen gestern im Beisein des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder vorgenommen. Neben dem Batteriespeicher sollen am Standort noch ein Solarpark und ein Gaskraftwerk entstehen.
»Das Energiesystem der Zukunft braucht leistungsfähige Speicher«, sagt Markus Krebber, CEO der RWE AG. »Mit dem größten Batteriespeicher Deutschlands setzen wir am attraktiven Energiestandort Bayern ein starkes Zeichen. Gundremmingen zeigt: Wir nutzen unsere Standorte konsequent weiter – der neue Speicher ist hier erst der Anfang.«
In den nächsten Monaten werden mehr als 200 Container mit rund 850 000 Lithium-Eisenphosphat-Batteriezellen installiert. Mehr als 100 »ultraschnelle« Wechselrichter sollen dafür sorgen, dass der Batteriespeicher Strom innerhalb von Millisekunden bereitstellen oder aufnehmen kann und so zur Stabilisierung des Stromnetzes beiträgt. Anfang 2028 soll der Batteriespeicher seinen kommerziellen Betrieb aufnehmen.
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