Max-Planck-Institut: Zehn Jahre schneller bei Netto-Null-Emissionen spart Europa 100 bis 600 Milliarden Euro

Max-Planck-Institut
© Gige / PHOTON

Das im Jahr 2021 eingeführte Europäische Klimagesetz zielt auf Klimaneutralität bis 2050. Eine Beschleunigung des Übergangs zu erneuerbaren Energien, mit der Netto-Null-Emissionen zehn Jahre früher erreicht werden, könnte EU-weit zu Einsparungen zwischen 100 und 600 Milliarden Euro führen. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Max-Planck-Instituts für Chemie (MPIC).

»Aufgrund der gestiegenen Energiepreise zeigte sich, dass ein schnellerer Ausstieg aus fossilen Energieträgern und ein früheres Erreichen der ursprünglich für 2050 gesetzten Ziele größere Vorteile mit sich bringen, als bisher angenommen«, teilt das MPIC mit. Die Einsparungen ergeben sich hierbei aus den gestiegenen Preisen für fossile Energieträger. Die untersuchten Szenarien basieren auf den in den Jahren 2021 bis 2023 beobachteten Brennstoffpreisniveaus.

Neben den geringeren Kosten für fossile Brennstoffe umfassen die Vorteile vermiedene soziale Kosten von CO₂, monetarisierte Nutzen für die öffentliche Gesundheit durch verbesserte Luftqualität sowie geringere Ausgaben für Emissionsminderungsmaßnahmen. Zusammengenommen übersteigen sie die Kosten für Kraftwerke, Infrastruktur und Endverbrauchsgeräte.

»Erneuerbare Energien bieten langfristig erhebliche Vorteile, doch die Transformation muss weiterhin sorgfältig geplant werden. Die Berücksichtigung dynamischer Veränderungen der Stromkosten ist ein wichtiger Schritt hin zu realistischeren Projektionen für einen raschen Ausbau erneuerbarer Energien und unterstützt die Entwicklung effizienter und nachhaltiger Strategien zur Bewältigung der großen Herausforderungen der Energiewende und des globalen Wandels«, sagt Yafang Cheng, Direktorin der Abteilung Aerosolchemie am Max-Planck-Institut für Chemie und korrespondierende Autorin der Studie. »Unsere Ergebnisse zeigen, dass sauberere Energiepfade in der Energiesystemplanung und Entscheidungsfindung attraktiver werden, wenn Preise und politische Instrumente die mit fossilen Energieträgern verbundenen Klima-, Gesundheits- und Wirtschaftskosten umfassender berücksichtigen.«

Die Untersuchungen wurden von einem interdisziplinären Team durchgeführt, dem Forschende des Max-Planck-Instituts für Chemie (Deutschland), der Universität Valladolid (Spanien), der Universität Groningen (Niederlande), des International Institute for Applied Systems Analysis (Österreich), des University College London (England), der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, der Peking University und der Tsinghua University (China) angehörten.

Sie bauen auf dem Forschungsprojekt PANTHEON auf, das durch das Horizon-Programm der Europäischen Kommission und das chinesische Ministerium für Wissenschaft und Technologie im Rahmen des EU-China Flagship Program for Climate Change and Biodiversity (CCB Flagship) gefördert wird. PANTHEON zielt darauf ab, einen integrierten Bewertungsmodellrahmen und Dekarbonisierungspläne zu entwickeln, die der EU und China helfen sollen, Klimaneutralität zu erreichen und dabei sozioökonomische und ökologische Auswirkungen zu berücksichtigen.

© PHOTON

Pressemitteilung

Newsletter

Melden Sie sich hier für unseren Newsletter an.
plus_circle [#C5272C]Created with Sketch.

Abonnement

Finden Sie hier alle Informationen.

Feldtests erfolgreich: Tesvolt Gewerbespeicher erzielen hohe Erlöse im Energiehandel

Der neue Gewerbespeicher Tesvolt Forton hat sich im Feld bewährt. Das melden der Batteriespeicheranbieter Tesvolt und das Tochterunternehmen Tesvolt Energy.

Der vielleicht leiseste Wechselrichter seiner Klasse – GoodWe’s neuer 50 kW String-Wechselrichter für Gewerbe und Industrie

GoodWe haben ihren neuen String-Wechselrichter mit 50 kW für Gewerbe und Industrie (C&I) auf den Markt gebracht.

Der PHOTON Newsletter liefert Ihnen aktuelle Nachrichten, technische Innovationen, Markttrends und die wichtigsten Highlights von der Intersolar – kompakt, fundiert und direkt in Ihr Postfach.