Die Helios Solar AG mit Sitz in München plant einen Börsengang im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse. Dies teilte das Unternehmen heute über das Nachrichtenportal EQS News mit. Zur Vorbereitung des Börsengangs wurde die operative Gesellschaft der Gruppe, die malaysische Helios Photovoltaic Sdn. Bhd. im Frühjahr in die Helios Solar AG eingebracht. Laut EQS News dient die Helios Solar AG nun als Holdinggesellschaft. Die Unternehmensgruppe entwickelt und realisiert Photovoltaik-Projekte im privaten, gewerblichen und industriellen Maßstab. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt derzeit auf Malaysia und Südostasien.
Der Wertpapierprospekt für den Antrag auf Zulassung zum Handel wurde inzwischen auf der Firmenwebsite veröffentlicht. Mit dem Börsengang will die Gesellschaft ihre Wachstumsstrategie, insbesondere die Expansion ihres Geschäfts in Europa, beschleunigen und die Finanzierung ihrer internationalen Solarprojekte stärken. Helios gab bekannt, dass sie die Small & Mid Cap (SMC) Investmentbank AG als Listing-Bank beauftragt hat, um sie bei der Strukturierung und Durchführung des geplanten Börsengangs zu unterstützen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde am 7. April in Kuala Lumpur unterzeichnet.
Der Börsengang umfasst ein öffentliches Angebot von bis zu 7,6 Millionen Aktien zu einem Angebotspreis von 4 Euro je Aktie. Die Angebotsfrist beginnt voraussichtlich am 22. Juni und endet am 6. Juli 2026, der erste Handelstag der Aktie ist für den 28. Juli 2026 geplant.
Unter der Annahme einer vollständigen Platzierung aller angebotenen Aktien erwartet die Gesellschaft Nettoerlöse von rund 26,9 Millionen Euro. Davon sollen rund 60 Prozent für die weitere Expansion in Malaysia, rund 30 Prozent für den Ausbau der Geschäftstätigkeit in Deutschland und Europa und der Rest für den Ausbau des Geschäfts in Kambodscha und Singapur genutzt werden. Laut Helios umfasst die Projektpipeline ein 1.000-MW-Projekt mit einem 1.600-MWh-Batteriespeicher im malaysischen Kelantan mit einem Investitionsvolumen von 5,5 Milliarden RYM (1,2 Milliarden Euro). In Singapur und Kambodscha baut die Gruppe jeweils Kapazitäten für gewerbliche und netzunabhängige Solaranlagen auf.
»Dass sich ein malaysisches Solarunternehmen an einer großen europäischen Börse notieren lässt, ist nach wie vor relativ selten. Sollte der Börsengang gelingen, wäre dies ein bedeutender Meilenstein – nicht nur für Helios, sondern für den gesamten malaysischen Sektor der erneuerbaren Energien, der darauf abzielt, internationales Kapital anzuziehen«, schreibt das Unternehmen auf seiner Website. Der Börsengang in Frankfurt würde zeigen, dass malaysische Solarunternehmen die Offenlegungs-, Governance- und Finanzberichterstattungsstandards einer großen europäischen Börse erfüllen können. Damit würde ein Weg geebnet, dem andere malaysische Unternehmen in der Branche folgen könnten.
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