Das Helmholtz-Zentrum Berlin hat die Ergebnisse einer vierjährigen Messreihe von Perowskit-Solarzellen im Freiland veröffentlicht. Demnach blieb die Spitzenleistung in den ersten beiden Sommern nahezu gleich. Zwischen dem ersten und vierten Sommer sank die Effizienz absolut um etwa zwei Prozent. In den Wintermonaten sank die Effizienz allerdings um circa 30 Prozent.
Das Forscherteam um Carolin Ulbrich und Mark Khenkin macht dafür eine veränderte Spektralverteilung im Sonnenlicht verantwortlich. In höheren Breitengraden – wie am Standort Berlin – enthält das Sonnenlicht im Sommer mehr blaue und im Winter mehr rote Anteile. Perowskit-Solarzellen können jedoch vor allem die blauen Anteile des Lichts in elektrische Energie umwandeln. Das Forscherteam geht deshalb davon aus, dass Perowskit-Solarzellen an Standorten in Äquatornähe, wo diese Spektralverschiebungen geringer ausgeprägt sind, im Jahresverlauf einen konstanteren Ertrag bringen. »Was Perowskit-Solarzellen von ausgereifteren PV-Technologien unterscheidet, ist, dass sie ihren Wirkungsgrad im Tages-Nacht-Zyklus oft reversibel verändern; diese Eigenschaft trägt wesentlich zu den beobachteten starken saisonalen Schwankungen bei«, so Khenkin.
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