Die Smart-Meter-Initiative (SMI) begrüßt das heute veröffentlichte Ergebnispapier des Koalitionsausschusses als »sehr gute Nachricht für die Digitalisierung der deutschen Stromnetze«. Die Bundesregierung schärfe den Smart-Meter-Rollout an entscheidenden Stellen nach und setze dabei zentrale Forderungen der vor drei Jahren von Octopus Energy, Tibber, Ostrom und Rabot Energy gegründeten Smart-Meter-Initiative um. Konkret geht es um folgende drei Verbesserungen:
– Für alle Haushalte, die nicht unter den Pflicht-Rollout fallen, soll das »Smart Meter Light“ eingeführt werden – ein vereinfachter, praxistauglicher und sicherer Stromzähler, der Millionen von Haushalten Zugang zu dynamischen Stromtarifen verschafft. Dynamische Tarife setzen einen finanziellen Anreiz, Strom dann zu verbrauchen, wenn er grün und günstig ist. Die Zulassung solcher »Smart Meter Light« war eine zentrale Forderung der SMI.
– Die ebenfalls von der SMI vorgeschlagene zentrale Datenplattform für den Smart-Meter-Rollout soll kommen. Um zu verhindern, dass die rund 900 Netzbetreiber jeweils eigene, isolierte IT-Systeme entwickeln, will die Regierung finanzielle oder regulatorische Anreize setzen. Die Netzbetreiber sollen dazu bewegt werden, Softwarelösungen kooperativ und gemeinsam zu entwickeln, um diese anschließend deutschlandweit einheitlich verfügbar zu machen. Die SMI hat wiederholt auf die ökonomischen Hürden beim Rollout durch die Fragmentierung der Messstellenbetreiber hingewiesen.
– Der Einbau von Smart Metern in Mehrfamilienhäusern und Wohnquartieren wird dadurch erheblich erleichtert. Bislang mussten oft für jede Wohneinheit aufwendige Einzelprüfungen und separate Termine koordiniert werden. Künftig können Messstellenbetreiber Sammel- und Quartiersbestellungen in einem Rutsch abwickeln. Die Dokumentations- und Meldepflichten für die Betreiber werden dafür auf ein Minimum reduziert. Auch hierfür hatte sich die SMI eingesetzt.
»Die Einführung eines Smart Meter Lights ist eine großartige Nachricht für die Energiewende und für Millionen Stromkundinnen und -kunden«, sagt Bastian Gierull, CEO von Octopus Energy Germany. »Gemeinsam mit einer zentralen Datenplattform und einem schnelleren Rollout stellt die Koalition die richtigen Weichen, damit alle Menschen von günstigerem Sonnen- und Windstrom profitieren können. Jetzt kommt es darauf an, die Maßnahmen zügig umzusetzen.«
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