Die Dresdner Kiwigrid GmbH kündigt an, ihre Energy-IoT-Plattform um ein Produktangebot für virtuelle Kraftwerke (Virtual Power Plants, VPP) zu erweitern. Damit können dezentrale Erzeugungs-, Speicher- und Verbrauchsanlagen wie PV-Anlagen, Batterien, Wärmepumpen und Elektroautos künftig auch als wirtschaftliche Flexibilität in den Energiemarkt eingebracht werden. Grundlage für den Aufbau der VPP-Plattform von Kiwigrid sind die 100.000 Energy Manager des Unternehmens. Im ersten Schritt kooperiert Kiwigrid mit dem Anbieter dynamischer Stromtarife Tibber. Tibber-Kunden können so die Flexibilität ihrer Anlage wirtschaftlich nutzbar machen und dafür Geld erhalten.
In Zukunft soll die Plattform mit Zustimmung der Anlagenbetreiber die automatisierte Vermarktung als Teil der ganzheitlichen Optimierung dezentraler Energieanlagen übernehmen. Kiwigrid plant ein herstelleroffenes System, sodass Endkunden nicht an einen bestimmten Messstellenbetreiber, Stromanbieter oder Gerätehersteller gebunden sind.
Kiwigrid plant, die Plattform auch Energieversorgern und Installationsunternehmen anzubieten. Diese können dann eigene Tariflösungen für Endkunden anbieten. Insbesondere sollen dabei Kooperationen zwischen lokalen Installateuren und Stadtwerken unkompliziert realisiert werden können.
»Die Energiewende braucht Flexibilität – und echte Flexibilität braucht offene Systeme. Mit unserer VPP-Plattform schaffen wir die Infrastruktur, auf der Installateure, Stadtwerke und Energiedienstleister die Flexibilitätsmärkte von morgen gemeinsam erschließen können«, sagt Jan Lehmann, Vice President Strategy bei Kiwigrid.
Kiwigrid wird sein virtuelles Kraftwerk auf der Smarter E Europe erstmals öffentlich vorstellen.
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