Das Kalibrier- und Testzentrum (CalTeC) des Instituts für Solarenergieforschung Hameln (ISFH) bietet ab sofort auch die Kalibrierung großflächiger Tandemsolarzellen bis zum G12-Waferformat an. Die erweiterte Messinfrastruktur ermöglicht eine spektrale Anpassung für die einzelnen Teilzellen, eine präzise Korrektur spektraler Fehlanpassungen, die Kompensation von Abschattungseffekten durch Kontaktierungsleisten, die Korrektur von Bestrahlungsinhomogenitäten über großflächige Solarzellen, eine homogene Temperaturregelung sowie Messprotokolle zur Berücksichtigung der Metastabilität von Tandemsolarzellen.
»Tandemsolarzellen sind deutlich komplexer als herkömmliche Siliziumsolarzellen. Spezialisierte Kalibrierverfahren sind notwendig, damit ausgewiesene Wirkungsgrade präzise, vergleichbar und für Forschende, Hersteller und Investoren belastbar sind«, sagt Karsten Bothe, Leiter des CalTeC. »Wir schaffen die messtechnische Sicherheit, die erforderlich ist, um Tandem-Photovoltaik vom Forschungserfolg in marktfähige Produkte zu überführen.«
Das CalTeC ist seit 2016 für die Kalibrierung von Siliziumsolarzellen auf Waferbasis akkreditiert. Seit 2018 ist das Labor zudem autorisiert, photovoltaische Umwandlungswirkungsgrade unabhängig zu verifizieren. Bis heute wurden dort 27 Siliziumsolarzellen mit Weltrekordwirkungsgraden bestätigt.
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