Mit dem Positionspapier »Energieforschung für industrielle Wertschöpfung in Deutschland« hat sich das ISC Konstanz am Konsultationsprozess zur Weiterentwicklung des 8. Energieforschungsprogramms beteiligt. Es sei entscheidend, »bestehende Stärken nicht gegen Zukunftstechnologien auszuspielen«. Aus Sicht des ISC Konstanz sollte Forschungsförderung vielmehr den gesamten Innovationspfad abdecken: von neuen Zellkonzepten über die kontinuierliche Weiterentwicklung von TOPCon- und Back-Contact-Technologien bis hin zu Tandemzellen sowie deren industrieller Umsetzung. Dabei sollten unterschiedliche Technologiepfade – beispielsweise 2-, 3- und 4-Terminal-Tandemarchitekturen – technologieoffen berücksichtigt werden.
Das ISC Konstanz weist darauf hin, dass kristallines Silizium (c-Si) auch in den kommenden zehn Jahren die mit Abstand dominierende Basis der weltweiten Solarzellenproduktion bleiben wird. Laut der aktuellen Ausgabe der »International Technology Roadmap for Photovoltaics (ITRPV) « würden unter Berücksichtigung zukünftiger c-Si-basierter Tandemtechnologien auch im Jahr 2036 noch rund 95 Prozent der prognostizierten Solarzellenproduktion auf kristallinem Silizium basieren.
Das Positionspapier wird von zwölf Unternehmen und Institutionen aus den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, Automatisierung und Photovoltaikindustrie sowie von Akteuren aus Forschung und Region unterstützt. »Für uns ist diese Unterstützung besonders wichtig, weil sie zeigt, dass es nicht allein um die Interessen einer Forschungseinrichtung geht«, sagt Rudolf Harney, Projektleiter am ISC Konstanz. »Es geht darum, wie Forschung dazu beitragen kann, dass Deutschland und Europa auch künftig an einem der weltweit größten Wachstumsmärkte technologisch und wirtschaftlich teilnehmen.«
Das ISC begrüßt zugleich den intensiven und konstruktiven Austausch mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie dem Projektträger Jülich über die zukünftige Ausrichtung der Photovoltaikforschung.
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