Ein neuer Bericht der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien (IRENA) kommt zu dem Ergebnis, dass Solar- und Windenergie in Kombination mit Batteriespeichern bereits heute zuverlässig und kostengünstig Strom rund um die Uhr liefern können. Der Bericht »24/7 Renewables: The Economics of Firm Solar and Wind« zeigt, dass Hybridlösungen in Kombination mit Speichern in Regionen mit viel Sonne und Wind rund um die Uhr Strom sogar zu deutlich geringeren Kosten liefern können als fossile Brennstoffe.
Eine Analyse von Solaranlagen mit Speichersystemen, die in mehreren Ländern durchgeführt wurde, ergab, dass die Kosten für rund um die Uhr verfügbare erneuerbare Energie in Regionen mit hoher Sonneneinstrahlung und starken Windkorridoren von über 100 USD pro MWh im Jahr 2020 auf etwa 54 bis 82 USD pro MWh im Jahr 2025 gesunken sind. Zum Vergleich: Strom aus neuen Kohlekraftwerken in China kostet laut Bericht 70 bis 85 US-Dollar pro MWh und Strom aus neuen Gaskraftwerken weltweit mehr als 100 US-Dollar pro MWh.
Der Bericht prognostiziert weitere Kostensenkungen von etwa 30 Prozent bis 2030 und rund 40 Prozent bis 2035. Dadurch dürften die Kosten für zuverlässige Energie an den Standorten mit der besten Leistung bis 2035 unter 50 US-Dollar pro MWh sinken.
Auch zuverlässige Windenergieanlagen mit Speichersystem werden laut IRENA zunehmend wettbewerbsfähig. Schätzungen für das Jahr 2025 zeigen, dass die Kosten für grundlastfähige Windenergieanlagen mit Speichersystem zwischen etwa 59 US-Dollar pro MWh in der Inneren Mongolei und etwa 88 bis 94 US-Dollar pro MWh in Brasilien, Deutschland und Australien lagen. In diesen Märkten werden die Kosten bis 2030 voraussichtlich auf etwa 49 bis 75 US-Dollar pro MWh sinken.
IRENA zufolge wird es weitere Kostensenkungen geben, wenn Windenergie mit PV kombiniert wird, da sich die sich ergänzenden Erzeugungsprofile nutzen lassen, um den Speicherbedarf und die Gesamtsystemkosten zu senken.
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